A quick trip to the market

I preface this blog entry with a big Thank you to all that have enabled my time here at the Imcares Agape Village. I am truly grateful to be able to join this family for the time to come. 

Recently, I visited the market with Kaka, the house father here at the Imcares Agape Village. For him it was just another tedious errand, for me, a fascinating experience.

It was around noon at the Imcares Agape village in Paud when Kaki, our house mum, requested that Kaka, our housefather, and I go to the market to buy some vegetables. “Sure, no problem”, said Kaka before pouring a Glass of Chai tea for him and me. It is important to load up on sugar before confronting the sweltering, afternoon sun. A short while later, armed with our sunhats and sunblock, we started down the road that connects the Imcares Agape Village to the Paud market. The road was trafficked by hooting cars, scooters and trucks, decorated with brightly coloured patterns, moving as quickly as the narrow road would allow. 

Along the way, we passed by many small shops each selling very particular products like freshly ground wheat or homemade brooms. We saw street food stalls, wash saloons and even goats and cows with leathery skin, walking on the road as though forming part of the traffic itself. 

Soon, we arrived at the market. There were many little stalls selling products ranging from pots and pans to
sundried fish and homemade sweets. We manoeuvred through the dense mass of people to finally arrive at our vegetable stand. Here, we were met by an elderly lady dressed in a colourful orange, green and blue Sari  operating an old school, mechanical scale. Before her lay heaps of fresh, organic tomatoes, ginger, green chillies and many other vegetables that I have yet to know. After weighing and loading the requested vegetable into the bag, Kaka, who seems to be quite economical, began to negotiate for a reduced fee.

Eventually, a fair price was agreed and it was time for one final stop, Primary School. This was a large yellow building with three floors decorated by blue, glassless window frames. Soon enough, 7 kids, wearing oversized backpacks clumsily made their way toward us, ready to get home after a long day of school. The journey home consisted of much running back and forth, joking and giggling. Food for the soul I quietly thought to myself. After about another 15 minutes of walking in the scorching, Indian sun, we arrived back at the Imcares Agape village. After a quick prayer expressing gratitude for a safe journey, we made our way inside where Kaki was waiting with cool water and a hearty home-cooked meal.

Greetings from Daniel

Mumbai hautnah erlebt – ein Eindruck in den Slums

Im Rahmen unserer Asien Reise durften wir (Nicky und Steffi) die Arbeiten von Imcares kennenlernen und wurden auf eine emotional ergreifende Führung durch das Dhavari-Slum in Mumbai mitgenommen.

Zunächst hat uns Timothy (Leiter dieser Organisation) den Hintergrund und das Leitbild der Hilfsorganisation nahegelegt.

Besonders ergreifend ist die doch sehr große Differenz in der Sozialstruktur Indiens, insbesondere was den Umgang mit Menschen/Kindern mit Behinderungen betrifft. Scham und gar Verstoßung des eigenen Kindes sind die Folge. IMCARES verfolgt dahingehend das Ziel, solchen und auch anderen Betroffenen wieder ein “Gesicht” zu geben. Mit viel Wertschätzung, Einfühlugsvermögen und Kommunikation auf Augenhöhe werden Familien aus Armutsverhältnissen betreut und begleitet.

Die Führung durch das Dhavari-Slum zeigte auf tief treffende Weise wie groß doch die Spaltung in dieser Gesellschaft zwischen Armut und Reichtum zu sein scheint. Auf engstem Raum (zw. 15 – 20 qm) leben über 8 Personen in wallender Hitze. Gerade in Corona Zeiten waren die Zustände während der Ausgangssperre kaum auszumalen… .

Wir danken Imcares und auch Nancy (Vorstand von Seek and Care) für diese wertvolle Erfahrung. Was die Mitarbeiter hier leisten sollte mehr Anklang und Wertschätzung erreichen. Von Herzen Danke und viel Kraft und Durchhaltevermögen für die weitere Zeit.

Viele Grüße

Steffi und Nicki

Aufblühendes Agape Village

Die Hunde bellen laut, als wir im Kinderdorf ankommen. Die Kinder und Mitarbeiter schauen neugierig aus dem Haus und kommen auf uns zu um uns zu begrüßen. Die meisten der Kinder kennen mich noch. Ein paar Grundschulkinder sind neu dazu gekommen. Ein Junge ist erst vier Jahre alt.

Drei Jahre war ich nicht hier und es hat sich so viel verändert. Auf den ersten Blick fällt auf, dass die Fassade und alle Innenräume neu gestrichen wurden. Mittels der Weihnachtsspendenaktion konnten die Ventilatoren im Essbereich und in den Schlafbereichen erneuert werden.

Auf den zweiten Blick fallen mir Details auf, die neu sind. Der Essensbereich ist keine leere Halle mehr, in der die Kinder auf dem Boden auf Sitzteppichen sitzen. Bänke und Tische füllen den ganzen Raum. An der Wand steht ein großer Wohnzimmerschrank, in dem die Schulmaterialien der Kinder aufbewahrt werden. Alles in allem stelle ich fest: hier ist Familienleben!

Auch die Küche konnte durch lokale Spender um einen großen Kühlschrank und einen Gasherd erweitert werden.

Auch im Aussenbereich ist so viel Leben! Auf dem großen Grundstück des Kinderdorfs wird u.a. Getreide, Reis, Zuckkerrohr, Aubergine, Chili, Tomaten und Tulshi angebaut. Auch Papayabäume und Mangobäume versorgen die Kinder. Große Augen habe ich gemacht, als ich den voll intakten und „renovierten“ Hühnerstall gesehen habe. Januar 2015 hatten wir ihn mit viel Schweiß und fehlendem Werkzeug errichtet. Die Eckpfeiler wurden in die harte Erde einbetoniert und das Gehege mit Zäunen und Netzen komplett umringt, um das Eindringen von Schlangen und Greifvögeln zu verhindern. Der Monsun zerstört die Netze von Zeit zu Zeit, sodass sie erneuert werden müssen. Wir hatten damals 10 Hühner in das Gehege gesetzt. Januar 2019 waren nur noch zwei Hennen im Gelände und dem Gehege fehlte es an Wartung und konnte nicht genutzt werden. Durch Personalwechsel kann auf diese Dinge verständlicherweise keine Rücksicht genommen werden. Seit Frühjahr 2019 sind neue Heimeltern eingezogen, die die Betreuung der Kinder und das Management des Geländes mit sehr viel Hingabe und Energie übernehmen. So konnte das Gehege gewartet werden. Ich erinnere mich daran, dass 2015 ein etwa 10jähriger Junge sich sehr für die Hühner interessierte und täglich schaute, ob sie Eier gelegt haben. Dieser Junge ist nun fast ein Junger Mann. Stolz erzählen mir die Heimeltern, dass er die Hühner betreue. „Out of two chicken he made 50!“ Nun gibt es für jedes Kind jeden Tag ein Hühnerei! Früher wurden nur am Sonntag Eier gekauft.

Ich bin den Mitarbeitern vom Imcares sehr dankbar, dass sie den Kindern die Möglichkeit zur Entfaltung geben und immer eine Schulter frei haben, an die sich die Kinder lehnen können.

Ich bin begeistert, wie sich das Kinderdorf entwickelt hat. Es steht und fällt eben alles mit gutem Personal, das die Anreize erhält, auch länger mit Imcares zu arbeiten. Die Inflation steigt und die Löhne müssen entsprechend angepasst  werden. Ich freue mich, dass sich unsere deutschen Spenden in eine positive Richtung entwickeln, sodass wir unseren Beitrag leisten können, zu einer guten Kindheit von Kindern in Not.

 

Viele Grüße aus dem warmen Maharashtra,

Nancy, 18.04.2022