Bildungsförderung im Agape Village! Mit Euch!

Liebe Mitglieder und Freunde,

Bald ist es wieder so weit! Ende Februar macht sich ein Team aus Deutschland auf den Weg nach Mumbai, um zwei Wochen lang vor Ort Hilfe zu leisten, wo es nur geht. Alle Teilnehmer sind schon ganz aufgeregt vor Freude. Auch wir freuen uns mit Jedem, der die Möglichkeit hat, an diesem Einsatz teilzunehmen. 

Dieses Jahr haben wir ein wichtiges Anliegen für die Kinder im Agape Village. Imcares hat uns berichtet, dass auch in Indiens ländlicher Region viele Hausaufgaben mit dem Gebrauch von Computer und Internet verbunden sind. Deshalb besteht ein großer Bedarf in der Anschaffung von Laptops, Tischen, Stühlen und kleinerem Zubehör. 

Damit die Kids ihre Hausaufgaben und ihr schulisches Lernen effektiv gestalten können, brauchen wir Eure Unterstützung!  

Mit Eurer Hilfe, können die Kinder bald in dem Umfang lernen, wie es die Schule von ihnen verlangt. So wird ihnen der Anschluss an die technisch entwickelte Welt ermöglicht, der für ihre Zukunft ebenso wichtig ist, wie jetzt während der Schulausbildung. 

Unser Ziel ist es, 1.500€ zu sammeln.
Alle Spenden, die bis zum 20.02.2019 auf unserem Vereinskonto eingehen, können wir zur Umsetzung dieser Bildungsförderung nutzen. 

Seek and Care e. V.
Sparkasse Bamberg
IBAN    DE71 7705 0000 0302 8603 41
Verwendungszweck: „Bildung Agape Village“

Unser kleines Team wird Imcares während seines Aufenthaltes bei der Anschaffung und Einrichtung der neuen Arbeitsplätze unterstützen. In unserem Blog könnt Ihr den Einsatz mitverfolgen. 

Im Namen von Seek & Care e. V. Und Imcares danken wie Euch für Euer Mitwirken und halten Euch auf dem Laufenden!

Herzliche Grüße,
Rebekka Kaminski

(1. Vors. Seek & Care e. V.)

Von der ersten indischen Hochzeit, oder auch nicht…

Wieder zurück in Mumbai konnte ich mich zuerst einmal auf ‚aam paper‘ freuen, ein aus Mangosaft hergestelltes Fruchtleder, was der perfekte Ersatz für die hier so gut wie nicht vorhandenen Gummibärchen ist. Mit in meinen Beutel wanderte auch noch ein Zimtapfel, den ich im Kinderheim endlich probiert habe, da ich mir so abschauen konnte wie und was man davon isst.
Diese Woche vermischten sich Mumbai und das Agape Village ein wenig, da einige der Kinder die Ferien bei ihren Familien verbracht hatten. Auch mit Gips und ohne Krücken wurde das Ziel irgendwie erreicht. Beim Besuch dieses Jungen hatte ich zuerst gedacht, dass die kleinteilige Gras- und Unkrautentfernung im gegenüberliegenden Park etwas übertrieben ist. Bei längerer Beobachtung stellte ich dann allerdings fest, dass die Männer Büschel für Büschel einzeln in die Erde stopfen, so kann man den Tag also auch rumkriegen…. Wir besuchten unter anderem die Mutter eines Jungen aus dem Agape Village. Durch Gassen, in denen man als hier überdurchschnittlich große Person besonders auf seinen Kopf achten und sich doch noch schnell schlanker machen musste, erreichten wir schließlich das Zimmer. Als wir ankamen, verschaffte ich mir zuerst einmal einen Überblick über die ca. 8m2, in der für 2 Frauen alles, bis auf eine Toiletten-/Waschecke zu finden war. Als ich so dasaß, wurde mir nach kurzem Durchdenken bewusst, dass in diesen Raum noch nicht einmal mein Bett von zu Hause, auf Grund der Breite, Platz hätte. Wie sähe das mit euren Möbeln und sonstigem Hab und Gut aus?
Schmal machen muss man sich auch in einigen Läden, in denen einfach alles was noch keinen neuen Besitzer gefunden hat übereinandergestapelt wird und man gerade so einen Fuß vor den anderen setzen kann. Amüsant finde ich die Straßen, in denen sich nahezu ein und dasselbe Geschäft aneinanderreiht, Tür für Tür. Das hört sich bei Elektronikgeschäften, bei denen es in einem Viertel geschätzt 50 auf einem Fleck gibt schon unnötig an, wenn man das gleiche Phänomen mit Spiegeln entdeckt gerät das dann schnell in den Hintergrund. Ja richtig, mindestens 10 Geschäfte hintereinander, die ausschließlich Spiegel in ihrem Sortiment haben. Leider hatte ich dafür gerade keinen Bedarf.
Am Wochenende stand die Hochzeit der ehemaligen Kollegin an, die sich ein paar Wochen zuvor leider aus dem Büro verabschiedet hatte. Schon etwas verspätet machten wir uns auf den Weg, auf welchem ich eigentlich gedacht hätte, dass das suspekte Fotografie-Verbot auf der Brücke, die wir überquerten, dass einzige Interessante wäre, um das Ziel noch vor Schluss der Zeremonie zu erreichen. Nachdem wir es nach 2 Stunden Kampf durch den Verkehr eigentlich schon fast geschafft hatten, ging dann plötzlich gar nichts mehr am Auto. Also ging es bei 34 Grad in der Mittagssonne erstmal ans Werkstatt suchen, was am Sonntag auch eine Herausforderung war, die letzten Endes auch nicht einmal abgeschlossen werden konnte. Also wurde schnell noch ein anderer hilfsbereiter Mann hinzugeholt, der mir half, das Auto von der Straße zu schieben, damit wir mit einer Auto-Rikscha weiterfahren konnten. Endlich angekommen gab es zwar kein Programm mehr, dafür konnten wir das Paar noch beglückwünschen und uns satt essen. Das auch bei besonderem Ambiente, da der Essenssaal aus einem Klassenzimmer bestand, in dem man auf der Tafel auch noch etwas vom vergangenen Englischunterricht aufschnappen konnte. Das Abenteuer wurde aber noch weitergeführt, da nachdem der Abschleppdienst ankam und die Reifen blockierten, noch ein paar mehr hilfsbereite Menschen nötig waren, die eine Achse abmontierten, bevor wir dann 4 Stunden später als geplant die Rückreise antreten konnten. Da Timothy dann noch eher aussteigen musste, um zu einem Termin zu gehen, konnte ich dann noch die letzte Herausforderung bewältigen, indem ich den Fahrer ohne gemeinsame Sprache zurück navigierte, um dann noch irgendwie einen freien Platz für die Gefährte in der recht schmalen Einfahrt zu finden. Dementsprechend froh war ich dann meinen übriggebliebenen Zuckerrohrsaft im Kühlschrank zu finden und den Sonntag schlussendlich noch entspannt ausklingen lassen zu können.
Schon des Öfteren ist mir aber die Selbstverständlichkeit des Gebens aufgefallen. So verdient man hier als Bettler verhältnismäßig nicht schlecht. Ich möchte das keinesfalls zu positiv darstellen, allerdings sieht man selten niemanden ein paar Münzen aus der Tasche kramen, wenn nur etwas Geduld im Spiel ist. Dabei natürlich keine wahnsinnigen Summen, ein paar Cent, trotzdem mehr, bzw. öfter, als ich erwartet hätte.

 

Durchatmen

Als wir nach einer spannenden Anfahrt mit Taxi, Bus und einem Auto für 9 Personen, in dem wir schlussendlich zu sechzehnt Platz fanden, im Agape Village ankamen, konnten frische Luft und die angenehmen Temperaturen erstmal entspannt und allein genossen werden, da alle Kinder in der Schule waren. Doch ab halb 6 kam wieder Leben aufs Gelände und ich wurde von allen herzlich empfangen.

Da am Donnerstag Feiertag war und nur die 10.-Klässler für ein paar Stunden zur Schule mussten, da nächste Woche die Prüfungen beginnen, stand kein langweiliger Tag an. Zuerst wurde nach dem Motto: -Erst die Arbeit, dann das Vergnügen gehandelt- und alle halfen beim Unkraut entfernen und Gras sensen. Da es um die Mittagszeit trotzdem recht heiß wird, war ich froh, dass ich mich am Ende ganz gut aus der Affäre ziehen und schonmal die nächste Aktivität vorbereiten konnte. Noch in Deutschland haben ein paar meiner Freundinnen Ausmalbilder vorbereitet, um mein mangelndes Talent zu überdecken. Zuvor hatte ich noch überlegt, ob das wirklich jedem Spaß machen wird, die Sorge war aber vollkommen überflüssig. Alle suchten sich schnell ihr Lieblingsmotiv aus und auch um ein paar neue Englisch-Vokabeln zu lernen waren die Bilder wirklich praktisch. Vor allem die Jungs beeindruckten mich sehr, da sie nicht nur mit Freude dabei, sondern im Anschluss auch noch eigene Bilder zauberten, von denen ich mir zu Hause gern ein paar in Großformat an die Wand hängen würde. Nach einem Marktbesuch konnte ich auch endlich Klebeband besorgen und die Wände etwas farbenfroher gestalten. In der restlichen Freizeit wurde ab und zu ein Film eingeworfen. Unter anderem ‚Narnia‘ worüber ich mich besonders freute und mir nach einigen Minuten dann auch erstmal bewusste wurde, dass ich die einzige im Raum bin, die überhaupt weiß, wie sich Schnee wirklich anfühlt und wie er aussieht…
Bei der täglichen Lernzeit sind mir des Öfteren meine Englischlehrer in den Sinn gekommen und es kam etwas Dankbarkeit auf, dass mir im Großen und Ganzen recht viel beigebracht wurde. Auch spannend ist, vor welche Herausforderungen einen sogar 6.-Klasse Mathematik stellen kann, weil man das einfach nur in der eigenen Muttersprache gewöhnt ist. Da fühlt es sich schon wie ein wahnsinniges Erfolgserlebnis an, wenn man es schafft, einem Jungen, der selbst kaum Englisch spricht, etwas Neues zu vermitteln. Bei der Regelung gerade Mathe und Naturwissenschaften auf Englisch zu unterrichten bin ich und ich denke auch viele weitere Schüler in Deutschland ganz froh, dass bei uns (zumindest an unserer Schule) dabei eher auf Fächer wie Geografie und Geschichte gesetzt wird.
In den vergangenen Tagen habe ich auf jeden Fall einiges an Gartenarbeit nachgeholt, da ich davon zu Hause netterweise so gut wie immer verschont wurde, Dankeschön :D. Da hier aber alle mit anpacken, macht das aber auch fast richtig Spaß; man sieht so schnell Fortschritte und wird von der Fröhlichkeit der Kinder mitgerissen. Belohnt wurde das ganze dann auch noch mit dem ein oder anderen Candle-Light-Dinner, das aber ehrlichgesagt auf Grund des ständigen Stromausfalls unvermeidbar war.
Außerdem konnte ich mein erlangtes Wissen über das Versorgen von Hunden hier auch praktisch anwenden, da Organisationen, wie es sie in Mumbai gibt, hier rar sind :D. Der Fokus liegt hier dann doch eher woanders und nicht auf dem Wohlbefinden der Hunde. Umso mehr haben die sich gefreut, wenn sie dann endlich mal etwas Aufmerksamkeit bekamen. So wurde mir beim Verteilen einer Salbe gut assistiert und ich hoffe, dass das vielleicht auch so beibehalten wird. Tierisch ging es weiter, denn die mehr oder weniger reifen Guaven wurden nicht nur von den Kinder zwischendurch verschlungen, auch ein Affe bediente sich in einem ruhigen Moment ausgiebig an den Früchten. Zusätzlich gab es nicht nur Zuwachs im Hühnerstall, sondern auch ein Junge, den ich schon in Mumbai kennenlernen konnte, zog vergangene Woche ein. Auch wenn er nicht so recht verstehen will, dass ich ihn nicht verstehe, klappt die Kommunikation ganz gut. Es ist wirklich schön zu sehen, wie er hier als Jüngster unter all den neuen großen Geschwistern aufgenommen wird und man sehen kann, wie er aufblüht. Da er noch nicht in der Schule angemeldet wurde, muss er schlussfolgernd auch den ganzen Tag beschäftigt werden. Das ist manchmal gar nicht so einfach, da ein Fünfjähriger doch einiges an Energie zum Verbrauchen hat, wobei ich aber sogar ab uns zu mal ein Wort auf Marathi aufschnappe und somit zumindest erahnen kann, was er vorhat.
Als Küchenhelfer konnte ich mein Talent besonders ausbauen. Meine Chapati-Künste sind von Grund auf gar nicht so schlecht, wie ich erwartet hätte, wodurch ich dabei jetzt theoretisch den genauen Plan habe und falls ich mich, wenn ich zurück bin aufraffen kann, auch zu Hause andere auf den Geschmack bringen werde. Schon verrückt, wenn man so überlegt, was andere Leute gerade tun und man selbst entspannt auf dem Küchenboden mitten im Nirgendwo sitzt und den Teig tiefenentspannt wendet. Auch wenn Lebensmittel zwischendurch aus Versehen auf den Boden fallen, hat hier endlich mal niemand etwas dagegen, wenn sie zurück in den Topf wandern.
Bei so einem gewaltigen Unterschied von Mumbai zum Bergdorf habe ich erstmal so richtig bemerkt, dass es Orte gibt, an denen die Uhr wohl wirklich langsamer tickt. Das lag aber wahrscheinlich auch teilweise daran, dass ich hier noch nicht so an die Tagesabläufe gewöhnt war wie im Büro in Mumbai.
In den letzten Tagen kam es durch familiäre oder gesundheitliche Probleme der Mitarbeiter zu dem ein oder anderen Problem, wodurch sich der Zeitplan nicht nur einmal änderte. Vorab hätte ich nie gedacht, dass ich mit viel Spontanität nicht vollkommen zurechtkommen würde. Auf einen Plan festlegen sollte ich mich aber wirklich nicht mehr. So wurden es noch ein paar mehr Tage, die aber nötig waren, um alles wieder zu ordnen. Heute ging es nach ereignisreichen 2 letzten Tagen, da sich einer der Jungs beim Beweis, dass er auch wirklich so weit springen kann, das Bein gebrochen hat, wieder zurück ins heiße Mumbai.

P.S.: Der Rekord der höchsten Anzahl erwachsener Personen auf einem Moped wurde endlich auf 4 erhöht.

Wer kann am schnellsten über die rote Ampel fahren?

Gestern war es nach fast einem Jahr Planung und ´Gespannt-sein‘ endlich soweit… das Flugzeug in Richtung Subkontinent hat inklusive mir abgehoben. Zum Glück wurde ich dabei schon in den ersten Stunden meines Abenteuers von der Tatsache, so viele liebgewonnene Menschen über 9 Monate nicht zu sehen, abgelenkt. Einen Tag vor Beginn wollte ich die Möglichkeit ausnutzen, mich im Online-Check zu registrieren. Blöd nur, wenn man damit wichtige Informationen überklickt (erfahrenere Flieger oder auch Menschen, die mitdenken, hätten sich das wohl auch denken können) und übersieht, dass das Mitführen eines Pfeffersprays vollkommen illegal ist, nur ein Feuerzeug pro Person erlaubt ist und eine Powerbank im Koffer nichts zu suchen hat. Jetzt bin ich auf jeden Fall auch schlauer und genug Aufmerksamkeit habe ich sicherlich auch von den zahlreichen ungeduldig wartenden Fast-Urlaubern bekommen. Als dann alles Verbotene aus meiner Tasche verbannt war und auch der Abschied schweren Herzens hinter mir lag hätte es eigentlich losgehen können… wäre da nicht der erste indische Bürger gewesen, der mir wohl in Erinnerung bleiben wird. Ein Mann, dem es scheinbar in Deutschland so gut gefiel, dass er seinen Sitzplatz trotz unzähliger Aufforderungen, unter anderem durch den Kapitän, sturköpfig nicht einnehmen wollte. Somit hatte ich aber jemanden gefunden, der weit mehr Aufmerksamkeit als ich beim Ausräumen meines gesamten, kleinteiligen Kofferinhalts bekam. Nach etwa einer halben Stunde gab es keinen anderen Ausweg, als die Polizei einzuschalten und den Mann aus der Maschine zu bringen. Nachdem auch der Koffer gefunden wurde, konnten die nächsten 8 Stunden in der Luft eingeleitet werden und ich konnte es mir mit vielen Filmen gemütlich machen.

Am Flughafen dann die erste Überraschung: Mindestens 15 Männer mit Rollstühlen, die darauf warteten, Menschen zu befördern. Gut, der Weg bis zum ‘immigration point’ war auch nicht gerade ein Katzensprung, aber da sagt mir nochmal jemand, dass Menschen mit Behinderung in Indien überhaupt gar keine Chance hätten… Ich werde das weiter beobachten Also auf zur Visa-Kontrolle, die überraschenderweise vollkommen unproblematisch verlief, allerdings auch, weil ich glücklicherweise das Employmentvisum statt eines verdächtig-wirkenden Touristenvisums bekam. Als ich dann auch nur auf den zweiten Blick meinen Namen auf einem der gefühlt 3000 Schilder entdeckt habe, nahm meine kurzzeitige vollkommen auf mich allein gestellte Zeit auch schon wieder ein Ende. Timothy und der Taxifahrer standen schon bereit und meine Tasche musste ich nicht einmal selbst tragen :). Los ging es nun also in den indischen Verkehr. Dass die Hupe eine häufiger genutzte Autofunktion als in Deutschland ist, war ja abzusehen. Dass eine rote Ampel hier aber scheinbar keine Bedeutung hat, war mir neu, zumindest wenn ich Timothys Worten glauben schenke. Dass ich beim Versuch, mich anzuschnallen, komisch angeschaut werde, hätte ich mir auch vorher denken können (es war aber ohnehin keine Befestigung für den Gurt im Auto). Entlang einer Straße ohne Markierung, ohne vorgegebene Seite auf der überholt wird oder Helme auf den Köpfen der Mofafahrer ging es nun in das Haus, was sich die nächsten 9 Monate mein Zuhause nennen wird.

Nach diesem Tag fiel es mir leicht, mich in meinem neuen Bett niederzulassen und all die Geräusche – seien sie von der Straße (die ich übrigens gern aufnehmen und zum Nachempfinden einfügen würde), dem Ventilator oder der Klimaanlage – auszublenden und in einen tiefen Schlaf zu verfallen. In den nächsten Tagen wird zum ersten Mal Mumbai bei Tag erkundet, indisch gegessen und am Montag beginnt auch schon der erste Arbeitstag. Mal sehen, was mich alles erwartet…

Bis bald, liebe Grüße, Michelle:)

 

Freiwilligendienst Nr. 3

Hallo liebe Blogleser,

ich heiße Michelle Treu, bin 18 Jahre alt und habe in diesem Jahr mein Abitur in der Nähe von Jena gemacht. Um nach der Schulzeit mal etwas aus dem perfekt organisierten deutschen Alltag herauszukommen, sah ich einen Freiwilligendienst schon lang als perfekte Möglichkeit an. Als dann Seek and Care auf einem Berufsinfomarkt in meiner Schule vertreten war, wurde ich sofort von den Projekten, Bildern und Worten mitgerissen. Auch Blogeinträge der vorherigen Freiwilligen machten es mir leicht, meine Überlegungen zu umsetzbaren Plänen zu machen und als dann so langsam alles ins Rollen kam, ebenso meine Vorfreude zu vergrößern.

Schon jetzt, bevor es überhaupt so richtig losgegangen ist, bin ich schon dankbar für all die neuen, tollen Bekanntschaften die ich machen konnte und die Menschen die mir meinen Freiwilligendienst innerhalb meines Unterstützerkreises auch finanziell ermöglichen. Auch Naomi und Till konnte ich bereits persönlich kennenlernen und mir von ihren Erlebnissen berichten lassen. Darüber hinaus sogar schon Timothy und Sonali, die im Juni, wie in den vorigen Blogeinträgen lesbar, auch in Jena unterwegs waren.

Auch wenn es, gerade als weibliche und auch noch blonde Person, nicht immer einfach ist seine Mitmenschen von diesem Vorhaben zu überzeugen, gibt es oft genug Menschen die ohne zu überlegen sofort hinter einem stehen und es beeindruckend finden, dass man diesen Schritt wagen möchte.
Vom 08.09.18 bis mindestens 07.06.19 werde ich mein Bestes geben und die Mitarbeiter von Imcares tatkräftig unterstützen und hier von meinen Erlebnissen berichten. Schaut also gern öfter mal rein 🙂

Rückblick – Besuch Timothy und Sonali Gaikwad in Deutschland

 

Liebe Mitglieder, Freunde und Unterstützer,

der Juni 2018 war so ereignisreich, dass wir nicht umhin kommen, ihn mit euch zu teilen.

 

Timothy Gaikwad (Leiter von Imcares) und seine Frau Sonali waren fünf Wochen in Deutschland. Gemeinsam haben wir mit ihnen viele Veranstaltungen durchgeführt, neue Netzwerke geknüpft, bestehende Kontakte gepflegt und aufgefrischt, Spenden gesammelt und unsere Zusammenarbeit gestärkt. 

Die vielen großen und kleinen Erfolge dieser Tour möchten wir nun kurz zusammenfassen.

Insgesamt fanden dreißig Veranstaltungen in Form von Vorträgen, Besprechungen, Seminaren, Filmvorführungen und Treffen in Kleingruppen statt. Wir haben fünf neue Mitglieder gewonnen und über 6.000 € an Spenden für Imcares gesammelt. 

Sonali und Timothy Gaikwad im Lichtspiel Kino Bamberg

Im thüringischen Jena luden Timothy und Sonali Gaikwad zum traditionellen Chicken Curry ein.  Auf der Leinwand des Kinos im Schillerhof konnte man sich mit Timothy’s Film „Zindagi – Break the cycle“ über Menschenhandel in Indien informieren. Neben Gesprächen mit alten und neuen Bekannten trafen Timothy, Sonali und Nancy Reichel (2. Vors. Seek&Care e. V.) auf unsere neue Freiwillige und ihre Eltern. Die 18Jährige wird im September für 9 Monate nach Mumbai reisen und das Team von Imcares unterstützen. Vor allem die Eltern der Abiturientin hatten viele Fragen zu ihrem Aufenthalt. Abschließend kündigten sie an, dass sie ihre Tochter gern nächstes Jahr in Mumbai besuchen wollen. Vielleicht im Team der nächsten Seek & Care – Reise? 

 

In Filderstadt wurde ebenfalls Timothy’s Film ausgestrahlt. Mit 40 Besuchern und leckeren indischen Snacks, fanden im Anschluss viele intensive Gespräche statt und wurden neue Mitglieder für Seek & Care e. V. gewonnen.  

Auch in Bambergs Lichtspiel Kino war die Filmvorführung von „Zindagi – Break the cycle“ mit anschließender Podiumsdiskussion ein gewinnbringender Abend für unsere Netzwerkarbeit. 

Ein Seminar mit der Psychotherapeutin Dorothea Weinberg brachte Timothy und Sonali die neuesten Erkenntnisse im Bereich der Traumatherapie nahe. So erhielten sie einen tieferen Einblick in Behandlungsansätze bindungstraumatisierter Kinder durch den Einsatz der traumatherapeutischen Spieltherapie und der Fallsupervision. 

Rebekka Kaminski (1. Vors. Seek&Care e. V.) begleitete Timothy und Sonali bei nahezu allen Veranstaltungen als Übersetzerin und Ansprechpartnerin für Seek&Care e. V.

Durch den frisch gewonnenen Kontakt zum Therapiezentrum Rombach in Regensburg, konnte sie ein neues Programm ins Leben rufen. ITHA ist ein Interkulturelles Austauschprogramm für Therapeuten aus Deutschland, die ihr Fachwissen und ihre Arbeitskraft für einige Wochen bis Monate in Mumbai zur Verfügung stellen möchten. Mit dem Therapiezentrum Rombach beginnt die erste Umsetzung. Wir sind gespannt wie sich das Programm ITHA entwickelt und freuen uns es in seinem Wachstum formen und begleiten zu dürfen.  

Vortrag in der EFG Aschersleben

Vorträge und Kurzpredigten bei freien Kirchgemeinden in Regensburg, Bayreuth, Neunkirchen a. Br., Aschersleben und Bamberg gaben einen persönlichen Einblick in die liebevoll aufopfernde Arbeit von Imcares in Mumbai. Anhand einiger Fallbeispiele konnten die Veränderungen im Leben kranker, bettelarmer und verachteter Menschen aufgezeigt werden. Die Liebe, Fürsorge und der Wert, den diese Menschen von den Imcares Mitarbeitern zugesprochen bekommen, verwandeln Hoffnungslosigkeit in Lebensfreude mit Perspektive. Es ist einfach ermutigend und ein großer Ansporn, die Erfolgsgeschichten in diesen Menschenleben zu bezeugen. 

Wir möchten ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten dieser Tour aussprechen. Im Hintergrund und an der Front waren viele liebe Menschen engagiert, haben geplant, organisiert, ausgeholfen, chauffiert, übersetzt, gekocht, eingeladen und vieles mehr. Danke für all die Zeit, Energie und Begeisterung, die ihr mit uns investiert und geteilt habt!

Danke an Timothy und Sonali Gaikwad, die sich auf den Weg gemacht haben, um uns ganz persönlich in ihre Arbeit mit zu nehmen. In ihren Vorträgen und bei Gesprächen wurde das so weit entfernte Indien zu uns vor die Haustür gebracht und dadurch auch mit dem Herzen greifbar. 

 

Abschließend danken wir Jedem, der durch seine finanzielle Unterstützung die Arbeit in Mumbai mit trägt.
Mit Euch können wir die Gehälter der Mitarbeiter in Mumbai sichern. Ohne diese engagierten Sozialarbeiter, Kinderpfleger, Sozialassistenten, Buchhalter, Pädagogen, etc. wäre der Einsatz für die Ärmsten der Gesellschaft in Mumbai nicht möglich. 

Bitte unterstützt dies weiterhin, sodass noch viele Kinder und Familien eine freudvolle Zukunft vor sich haben können. Sie danken es euch!

 

Im Namen des Vorstandes von Seek & Care e. V.

Und im Namen von Imcares

 

Herzliche Grüße und ein großes Dankeschön! 

Rebekka Kaminski
(1. Vorsitzende Seek & Care e. V.)

l’Art pour l’Art – die Entstehung eines Musikraums

Hallo liebe Leser!

Erstmal vorab ein persönliches Update. Nach doch recht krankheitsgeplagten 2 1/2 Monaten kommt von mir mal wieder ein Update, momentan kuriere ich meine Bronchitis aus. Ich hoffe euch geht es allen besser in Deutschland. Hier in Indien ist der Sommerangebrochen, Abends gerade so 10 Grad und Mittags locker 40 Grad. Leider läuft mein Einsatz steil dem Ende entgegegen… ahhhh nur noch 16 mal schlafen und dann Deutschland, ich pack es einfach nicht. Ich hab mir deshalb zum Ziel gesetz jetzt nochmal besonders kleine Veränderungen zu puschen und Projekte die lange Zeit schon besprochen und geplant waren anzufangen umzusetzen. So zum Beispiel auch der Musikraum 😀

Das Agape Village schlägt schon jetzt mit einem musikalischen Herzschlag. Jeden morgen und Abend erklingt das Heim voller Musik. Mit Trommeln, kleinen Pauken und 20 entzückende Kinderstimmen. Die Musik ist jedoch nicht nur auf die Andachtszeit beschränkt. Nur selten hört man keinen vor sich her singen.
Um dieses Interesse weiter zu fördern und allgemein musikalisches Interesse zu wecken haben wir angefangen einen Musikraum einzurichten. Die Eröffnung kommt erst nach Ende der Abschlussprüfungen. Der Musikraum wird mit 2 Gitarren, einem Keyboard und Musiknoten ausgestattet. Einen Teppich und angemalte Wände werden hoffentlich ein freundliches Klima für künstlerische Arbeit bilden. Die Wände werden von den Kids selber angemalt und bis jetzt sieht der Raum echt gut aus. Na gut von unserer Vision ist noch nicht viel in die Tat umgesetzt worden… ABER das Gitarrenbild steht schonmal. Es fehlen nur noch die Noten und der Musikalische Motivations Spruch auf englisch, falls ihr einen passenden habt, einfach in die Kommentare posten. Wir freuen uns über jeden Beitrag 😉

Nächste Woche fangen die wichtigsten Prüfungen des Jahres an weshalb sehr viel und intensiv gelernt wird. Mein arbeits Schwerpunkt hat sich von der Küchenhilfe zu mithilfe in der Buchhaltung und Nachhilfe geben gewendet. Englisch, Mathe und Science steht auf dem Programm. Es ist schön sein Wissen über Magnete, Planeten, Addieren, und komplizierteren Oberstufenmathe aufrischen zu können. Mich fasziniert momentan wie die Kinder doch teilweise recht schlechtes Englisch sprechen jedoch ohne Probleme Science in Englisch kapieren.

Ich wünsche euch einen schönen Palmsonntag!
Lg,

Naomi 😀

gitarrenbild

Care-Bär-do-it-yourself

WhatsApp Image 2018-03-03 at 11.11.57

Angela Kircher und Christine Burg waren die innovativen Betreuer unseres Standes

Am 2.3. fand im Autohaus Helbig der traditionelle Grüne Tag statt. Da hatte Seek & Care e. V. die Möglichkeit, die Arbeit in Mumbai bei IMCARES vorzustellen. Bei dieser Gelegenheit fanden 26 Care-Bären neue Besitzer.

 

WhatsApp Image 2018-03-03 at 11.11.50Sie konnten selbst fertig genäht werden oder wer meinte wenig handarbeitliches Geschick zu haben, konnte auch einen der wenigen fertigen  Bären gegen eine Spende erhalten.  Das Autohaus Helbig hat dann zusätzlich für jeden Bären, der das Haus verlassen hat, 10€ an Seek & Care e. V. gespendet.

 

 

WhatsApp Image 2018-03-03 at 11.11.56

Typisch indisch: Melone getunkt in Chili-Salz

Mit weiteren 140€ an spontanen Spenden können jetzt 400€ in voller Höhe an IMCARES weiter gereicht werden. Danke an jeden, der mit seiner Spende mithilft die aufopfernde Arbeit unter den Ärmsten der Armen in Mumbais Slums und auf den Straßen am Laufen zu halten.

 

Wie ihr sicher alle schon wisst, könnt ihr einen niedlichen Care-Bär ab einer Spende von 20 € bekommen.

 

Es grüßt euch die Care-Bär-Family von Seek & Care e. V.

Ein Tag im Slum

Mittwoch war ein langer Tag. Um 9 Uhr verteilte sich das Team auf drei Taxis und fuhr zur Mahim Junction, einem Durchgangsbahnhof am Rande von Mahim, einem Slum angrenzend an Dharavi,  wiederum ein Slum und bis vor kurzem das größte in Asien. Ich war bereits zweimal hier. Über eine Fußgängerbrücke, die über den Schienen verläuft erreicht man diesen Ort.

01B4E8DC-B874-4926-9F89-574A6E70DE2AVon oben aus kann man schon ganz gut abschätzen was einen erwartet: Enge Gassen, die zwischen winzien, Lego-artig ineinander verschachtelten Hütten verlaufen. Gepaart mit Müll, Unrat und diversen Kleintieren ergibt das einen Lebensraum, den man sich unter keinen Umständen wünscht. Und ja, hier leben Menschen. Nach dem Verlassen der Brücke betritt man zur rechten einen Sportplatz, der bis an eine alte Lagerhalle reicht. Der Mauerdurchbruch ist der Eingang zum Slum.

84973371-2EC6-49E8-B27D-06ECEB5EA745Mitten in diesem Slum betreibt IMCARES ein sogenanntes Day Care Center. Zwischen 9 und 13 Uhr gibt es hier eine Betreuung von Kindern aus dem Slum. Diese sind zwischen 3 und 5 Jahre alt. Die Pädagogin der Organisation studiert mit ihnen einfache Sprechverse ein, singt mit ihnen und bringt ihnen Bewegungslieder bei. Sie lernen neue Worte auch auf Englisch, wie Gemüsesorten oder Tiernamen – das alles würde fehlen, wenn ihre Eltern sie einfach daheim ließen, während sie arbeiten.

Wir als Team haben Lieder dabei gehabt, die wir mit den Kindern einstudiert haben. Da ist zum Beispiel das Lied von Gott, der stärker ist als Superman, oder das irre Bewegungslied „Father Abraham“ – niedrigschwellige Stücke zum schnellen Mitmachen.

CAC0DC9D-BE87-4EA9-880C-F9C41F47BED3Nachdem ausgelassenem Spielen mit den Kindern gab es Mittagessen, oder einfach nur Essen, da dies für viele der Kinder häufig die einzige Mahlzeit am Tag ist. Es gibt Reis mit Dal, einer Art dünner Gemüsesuppe mit Kräutern und indischen Gewürzen – nichts besonderes, aber dafür ausreichend und sattmachend. Als Nachspeise gibt es eine kleine Banane. Wir durften das Essen servieren. Viele der Kinder konnten bereits mit der rechten Hand essen. Besteck gibt es keines! Die ganz kleinen werden gefüttert. Einige aus dem Team durften auch dabei behilflich sein.

Am Nachmittag gab es dann ein Medical Camp im Day Care Center. Ein pensionierter Arzt, der für IMCARES ehrenamtlich tätig ist, behandelt Kinder und Erwachsene. Viele Mütter kommen mit ihren Kindern. Unter ihnen ist auch Bushan, der von Geburt an körperlich und auch zum Teil geistig behindert ist. Er war eines der ersten Kinder, die im Rahmen des Ankur-Projekts gefunden wurden. Behinderte Kinder haben in Indien häufig keinen Stellenwert in der Gesellschaft. Viele haben keinen richtigen Namen und werden nur bei der Bezeichnung ihrer Behinderung gerufen. IMCARES kümmert sich auch hier und berät Eltern im Umgang mit ihren Kindern.

Raju, ein langjähriger Mitarbeiter von IMCARES, der selbst in Dharavi wohnt, erzählte mir dass in diesem Teil des Slums ca. 10.000 Menschen in ca. 2.000 Hütten wohnen. Jede Hütte hat eine Grundfläche von 6×10 Fuß, also ca. 5,5 Quadratmeter. Für diese Fläche wird eine monatliche Kaltmiete von 4.000 Rupien (ca. 53 Euro) fällig. Das ergibt einen Quadratmeterpreis von umgerechnet 9,70 Euro. Man stelle sich also vor, man arbeitet als Geringverdiener ohne Mindestlohnniveau, um davon eine Wohnung zu bezahlen, die nicht größer ist als eine Besenkammer –  und das zu einem sehr hohen Preis. Zum Vergleich: Ich bezahle daheim in Bamberg 6,30 Euro pro Quadratmeter!

FCB0E590-CFD8-45A5-8290-6CF16E3ED4AFWeiter zu Dharavi: Das ist ein Slum, der zu 99 Prozent muslimisch ist und von einem Drug Lord beherrscht wird. Viele Minigewerbe sind hier angesiedelt. Ob Dienstleister wie Friseure und Fahrradreparaturen oder Produzenten von Backwaren oder Lederprodukten – man findet hier einfach alles.
Raju hat uns in eine Bäckerei geführt, wo in Akkordarbeit und bei einer abartigen Hitze vier Mitarbeiter die immer gleichen Cracker formten und auf dem Blech verteilten.

421291CC-8C3D-4C8F-90DD-5A7FDE16258CGleich nebenan wurden Reisekoffer und Brillenetuis gefertigt. Wieder ein paar Meter weiter wurde verschieden farbiger Plastikschrott sortiert und geschreddert, um an Firmen weiterverkauft zu werden. Dabei ist es immer stickig und stinkt. Gleich da, wo gearbeitet wird wohnt man auch und wo man wohnt, da lebt man auch. Dieses Leben interessiert zunehmend auch Touristen, die nicht glauben können, dass sich hier echtes Leben abspielt.

Mumbailuft schnuppern

Samstag/Sonntag 10.-11.02.2018

WhatsApp Image 2018-02-13 at 12.07.52Nach zwei Flügen und 5 Stunden Aufenthalt in Istanbul sind wir um 5 Uhr morgens in Mumbai gelandet. Weil’s am Flughafen so schön ist haben wir uns noch 3 weitere Stunden in der Warteschlange für’s e-Visa ausgeruht. Teilweise stehend, teilweise sitzend.

Erschöpft und erleichtert wurden wir um 8 Uhr von unserem Freund Timothy im Eingangsbereich erwartet. Mit zwei weiteren Taxen (+ „Taxi Timothy“) ging es auf die erste Abenteuerreise in Richtung Hotel. Hier konnten wir die ersten Eindrücke gewinnen. Gesetzeshüter Augen zu: viele Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung!

Im Hotel angekommen gab es für uns ein verspätetes ausgiebiges indisches Frühstück und anschließend ging es für ein kleines Nickerchen auf die Zimmer. Mehr oder weniger ausgeruht haben wir uns in die erste Indien Mission gestürzt: Zuckerrohrsaft (15 Rupie pro Glas = 19 cent) und Shopping. Besonders riskant waren die ersten Überquerungen der Kreuzungen ohne von hupenden Autos oder rasenden Mopeds überfahren zu werden. Hier ist Wagemut gefragt – der mental stärkere gewinnt. So wie Mumbai für uns eine Attraktion ist, sind auch wir (besonders die blonden Teammitglieder) eine Attraktion für die lokale Bevölkerung.

WhatsApp Image 2018-02-13 at 12.08.06Sonntag früh waren wir zum Gottesdienst in der Baptist Church Mumbai mit unseren Freunden verabredet. Der Gottesdienst war auf Hindi, die Predigt wurde für uns ins Englische übersetzt. Anschließend waren wir von den Gemeindemitgliedern auf Chai-Tee und Keksen im Außenbereich eingeladen.

WhatsApp Image 2018-02-13 at 12.08.18Wir wurden von allen, besondern den Kindern, sehr herzlich begrüßt und aufgenommen. Gleich in der Nähe gingen wir anschließend zu einem typisch indischen Frühstück – für uns um 11 Uhr schon ein frühes Mittagessen. Für ganz mutige gab es noch die

Möglichkeit über den lokalen Fischmarkt (nichts für empfindliche Nasen) zu schlendern.

Da man bei einer Stadttour mit 11 Personen schnell den Überblick verliert haben wir uns anschließend in 2 Gruppe aufgeteilt. Eine Gruppe ersteigerte auf dem Colada-Basar erste Klamotten-Basics und erschnupperte diverse kulinarische Angebote, bevor ein Treffen bei McDonalds dazu diente, die Gruppen neu zu mischen.

WhatsApp Image 2018-02-13 at 12.08.20

Kala Goda

Unsere Gruppe hat die Tour mit einer leckeren frischen Kokosnuss gestartet und ist anschließend über einen Künstlermarkt, das Kala Ghoda Street Festival (großes Getümmel) und am Gate of India vorbei geschlendert. Klein wie die Welt ist trifft man inmitten des Indien Getümmels Bekannte aus Stegaurach.

Um den Tag abzuschließen haben wir uns im Hotel zusammen gesetzt und erste Lieder fürs Agape Village – inklusive Choreographie – einstudiert und anschließend dort lecker zu Abend gegessen.