Von Künstlern, Handwerkern und Sportskanonen

Liebe Blogleser!

Meine ersten eineinhalb Monate hier im Agape Village liegen bereits hinter mir und deshalb möchte ich mich gerne nochmal bei euch melden und euch ein wenig über das Leben hier berichten.

Unser Tag beginnt hier um sechs Uhr mit dem Morgensport, auf dass alle müden Kinder und Mitarbeiter erwachen und wir mit ein bisschen Schwung in den Tag starten. Danach hat jeder seine Aufgaben zu verrichten und sich selbst fertig zu machen, sodass wir dann um acht Uhr mit der Morgenandacht starten, danach das jederzeit soooo leckere Frühstück zu uns nehmen und ich mir daraufhin zwei der Kinder schnappe für den Computerunterricht.

Es war zu Beginn eine richtige Freude, den Kindern dabei zuzusehen, wie begeistert und voller Unwissenheit sie den Laptop bestaunt und bedient haben… oft sind sie fasziniert von vielen Kleinigkeiten, wie z.B. den Standard Hintergrund von Windows, der uns nicht wirklich vom Hocker reißt, oder dass man mit dem Laptop Fotos und Videos machen kann, was uns doch als so normal erscheint, sodass es mich manchmal schon beschämt hat, wie gering meine Dankbarkeit auch für die kleinen Dinge im Leben sind und auch ich einiges von ihnen lernen konnte. Zuerst haben sie die Grundlagen zur Bedienung des Laptops, also Dinge wie den Mausklick, An- und Ausschalten, eine App/Ordner/Datei öffnen, usw. erlernt, danach haben wir die verschiedenen Möglichkeiten ein Dokument zu gestalten getestet und gerade sind sie dabei einen Steckbrief über sich selbst und ihr Leben zu gestalten, um weiterhin vertraut mit der Tastatur zu werden und auch, um ihr Englisch zu verbessern.

Zwischen halb zehn und elf Uhr verlassen dann alle Kinder das Haus, um in die Schule zu gehen, sodass mir ein wenig Zeit bleibt, um etwas zu lesen, mein Zimmer wieder zu ordnen und zu putzen. Gegen zwölf Uhr gehe ich dann runter in die Küche, in der schon Adgie, unsere Haushaltshilfe, am arbeiten ist, um zusammen mit Kaki (= die Heimmutter; Kaki bedeutet in Marathi „Tante“) das Mittagessen vorzubereiten. Ich bin sehr dankbar, dass ich so vieles von ihr über das Kochen lernen darf und mir wird die indische Küche immer lieber! Das Essen ist wirklich fabelhaft und bis jetzt hat alles sehr gut geschmeckt!!

Im Nachmittag verabschieden wir uns dann für die Mittagspause meist auf unsere Zimmer und entweder beantworte ich E-Mails, schlafe ein wenig, schreibe meine Erlebnisse nieder oder telefonier nach Hause.

Um kurz nach fünf kommen alle Kinder aus der Schule wieder und haben natürlich einiges zu erzählen. Nach einem kleinen Snack nehme ich die nächste Gruppe in den Computerunterricht, danach folgen für die Kinder ihre Schulaufgaben, während Kaki und ich (manchmal auch zusammen mit den Mädchen) das Abendessen vorbereiten, welches wir dann nach der Abendandacht verspeisen. Meistens ist dann noch ein wenig Zeit für die Kinder, um die Nachrichten oder ähnliches im Fernsehen zu sehen und dann geht es auch schon wieder ab ins Bett.

Zurzeit fällt aber auch viel Arbeit rund ums Haus an, denn durch die Regenzeit sprießt hier alles grün hervor, aber die Jungs sind alle fleißig dabei wieder Ordnung herzustellen.

Außerdem hat es sich noch ergeben, dass ich nun den älteren Mädchen Stricken beibringe, was teilweise schon gut klappt, aber mal sehen, ob wir wirklich etwas zustande bekommen, denn gerade bei Stricken ist ja auch Wille und Ausdauer gefragt.

Liebe Grüße aus dem schönen Indien
eure Lena

Einleben und Andersartigkeiten

Liebe Blogleser!

Nun bin ich schon seit zwei Wochen hier in Indien und somit auch schon voller Eindrücke von diesem Land und den Menschen hier. Am Flughafen wurde ich von Timothy in Empfang genommen und durfte auch gleich darauf schon den verrückten Verkehr von Mumbai kennenlernen… Es ist wirklich ein Abendteuer, aber nach einer gewissen Zeit gewöhnt man sich tatsächlich daran, dass hier scheinbar jeder nach seinen eigenen Regel Auto fährt.

In der ersten Woche haben wir erstmal noch alles wichtige fürs Visum erledigt, Sonali und ich waren indische Kleidung kaufen, ich durfte einige Mitarbeiter von Imcares kennenlernen, wir haben auf dem Roller Mumbai erkundet, ich war das erste Mal in der Kirchgemeinde (es war auf Hindi, aber mir wurde glücklicherweise ins Englische übersetzt), mein Mund hat sich an das scharfe Essen gewöhnt, ….

Und eine gute Woche später sind wir dann am „Independence Day“ ins Agape Village gefahren! Das Dorf liegt in den Bergen weit entfernt vom Trubel der Großstadt, sodass es hier natürlich viel ruhiger zugeht und das Klima für mich auch angenehmer ist. Sehr herzlich wurde ich von den Kindern und Heimeltern in Empfang genommen und ich freue mich sehr, dass ich nun die nächsten Monate hier mit ihnen verleben darf. Die Kinder sind sehr lebendig und aktiv und ich glaube, dass es eine schöne Zeit zusammen werden kann. Manchmal hindert leider die Sprachbarriere ein wenig beim Kommunizieren, denn die meisten Kinder sprechen kaum Englisch und nur Marathi, aber irgendwie mit Händen und Füßen, kann man sich doch verständigen!
Meine Aufgaben sind unter anderem Wissen bezüglich des Computers/Internets zu vermitteln (auf dass die Laptops auch gut genutzt werden können), das Mithelfen im Haushalt, die Leitung des Morgensports, auf Englisch mit den Kindern reden, bei den Hausaufgaben mithelfen und hier und da mit anpacken, wo es gerade benötigt wird.

Manchmal überfordern mich die vielen neuen Eindrücke und Andersartigkeiten und da passiert es mir auch, dass ein wenig Heimweh nach Zuhause, nach meiner Familie in meinem Herzen aufkommt. Aber, Gott sei Dank, werden diese Momente immer weniger und ich lebe mich hier in meiner „neuen Familie“ immer besser ein.
Sehr gespannt bin ich, was in dem kommenden Jahr so geschehen mag und freue mich auf die vor mir liegende Zeit hier in Indien.

Liebe Grüße

Eure Lena

Freiwilligendienst Nr. 4

Liebe Blogleser,

Schon seit ein paar Jahren hegte ich den Wunsch, nach meinem Abitur für ein Jahr Deutschland zu verlassen und “in die große weite Welt” zu ziehen, um dort andere Menschen, Kulturen und Lebensumstände kennenzulernen. Und nun wird es tatsächlich Wirklichkeit, denn ab dem 07. August darf ich mit “Seek and Care” nach Mumbai reisen und für ein Jahr bei IMCARES mitarbeiten. Auf das kommende Jahr und all die vielen Erlebnisse bin ich schon sehr, sehr gespannt, aber bevor es losgeht und ihr regelmäßig meine Blogbeiträge lesen werdet, möchte ich mich noch kurz vorstellen.

Mein Name ist Lena Winkler, ich bin 19 Jahre alt, komme aus der Nähe von Trier, habe frisch mein Abitur absolviert und lernte über Michelle, die ehemalige Freiwillige, die Arbeit von “Seek and Care” kennen, da ich auf der Suche nach einer Organisation war, mit der man einen Freiwilligendienst oder ähnliches in Indien machen kann. Gott hatte mir für dieses Land das Herz erwärmt und je näher die Zeit bis zum Abflug voranschreitet, desto größer wird die Angst, Spannung und Vorfreude. Angst, da ich meine vertraute Heimat, meine Familie, Freunde und Gemeinde verlassen werde, Spannung vor dem Ungewissen, aber eben auch die Vorfreude auf das neu zu entdeckende Indien, welches nun für ein Jahr mein neues Zuhause werden wird.

Die meiste Zeit werde ich vermutlich im Agape Village, dem Kinderdorf ein wenig außerhalb von Mumbai, mitarbeiten und freue mich schon sehr auf die gemeinsame Zeit mit den Kindern. Ich danke allen lieben Menschen, die mich auf dieser Reise begleiten wollen und meinen Freiwilligendienst auch finanziell unterstützen.

Seid lieb gegrüßt, Lena

Kein Goodbye, sondern ein Bis bald

 

Wir werten den Aufenthalt gemeinsam aus und blicken in die bevorstehenden gemeinsamen Monate.

Vor unserem Abflug wurden zum CEO von Imcares,Timothy und seiner Frau Sonali zum Tee eingeladen. Wir besprachen unseren Aufenthalt und stellten viele Fragen über das was ist und wie es bei Imcares und Seek and Care weiter gehen soll. Im Mai kommt Timothy nach Deutschland und freut sich, die Teammitglieder wieder zu sehen. Auch die daheimgebliebenen freuen sich auf seinen Besuch. Der Vorstand von Seek and Care plant derzeit Timothys Deutschlandreise. Wer Timothy in seine Stadt einladen möchte, kann sich gern bei uns melden. info@seekandcare.de

Timothy Gaikwad kommt gern für eine Gesprächsrunde zu Ihnen.

Schüler aus dem Erzgebirge schicken Grüße nach Indien

Die Jenaplanschule Markersbach hat sich am Spendenaufruf für das Kinderdorf beteiligt. Eine sechste Klasse sammelte bei einem Kuchenbasar Geld, welches es uns mit netten Briefen der Schüler an die Kinder im Agape Village mitgab. Mit Begeisterung ordneten die indischen Kinder die Briefe einem beigelegten Gruppenbilder der Schulklasse zu. Mit der Aussprache der Namen hatten manche so ihre Schwierigkeiten. Mit viel Liebe zum Detail gestalteten die Kinder eine Rückantwort an die Schulklasse.

 

Vielen Dank Jenaplanschule Markersbach!!

Der neue Study room mit Laptops

Feierlich weihen wir an unserem letzten Abend den neu gestalteten Study room mit den Laptops ein.

Mit großen Augen betrachten die Kinder die Neuanschaffungen. Es braucht etwas Zeit, bis sie sich an die Bedienung des Touchpads gewöhnt haben. Auch der Jüngste (6 Jahre alt) sitzt aufgeregt vor dem Bildschirm. Seine “Didis” und “Dadas” (Schwester und Brüder) rufen ihm durcheinander zu, wohin er den Curser bewegen soll. Als der Taschenrechner die richtige Lösung errechnet hat, klatschen wir in die Hände.

In der Schule lernen die Kinder zwar den Umgang mit dem Computer, allerdings an einem Desktop-PC. Mit einem dicken “Thank you” bedanken sie sich für die Lenovo-Laptops, die wir über den Spendenaufruf im Februar 2019 finanzieren konnten. Ein IT-qualifizierter Mitarbeiter soll die Kinder zukünftig in der Computernutzung schulen.

Neben den Computerarbeitsplätzen entstehen in dem schönen hellen Raum auch drei Arbeitsplätze um sich auf die “Final Exams” nächste Woche vorbereiten zu können.

 

Slackline: Was ist das denn??

Frühstück, Besorgungen im Ort und Ordnung bringen in den „Kabelsalat“, stand bis Mittag auf dem Plan. Ebenso wurde sich ein Bild vom Wasserpumpenproblem am Fluss verschafft. Die Pumpe ist leider schon länger defekt und es fehlt eine wichtige Wasserquelle für den Garten. Somit verabschieden sich immer mehr Bananen- und Papayapflanzen. Es gab einen Brand am Flussufer und dadurch wurde das Kabel und der Schlauch komplett zerstört. Das hatte zur Folge, dass die Pumpe im Fluss herrenlos auf Dauertauchstation gegangen ist und nur mit großem Aufwand geborgen werden kann um sie wieder in Stand zu setzen. Traurig wurde entschieden, dass wird eine Nummer zu groß für unseren Kurzeinsatz.

In der Spielzeit am Nachmittag weihten wir das Volleyballfeld ein und anschließend die Slackline, welche Sabine in ihrem Gepäck hatte. Alle sind sich einig, dass das eine sehr gute Anschaffung ist, die bestimmt robust genug ist, um lange Freude zu bringen sowie Motorik und Gleichgewicht zu schulen.

Zum Abendbrot gab es heute zum ersten Mal das beliebte Chabattibrot. Unterstützung bei der aufwendigen Zubereitung bekam die Küche durch Nancy, Marcus und Michelle, sie ist zur Zeit als Volunteer aus Thüringen hier.

Viele Grüße sendet Birgit.

Volleyball hier, Study room dort.

 

Nach dem Spätabendgespräch mit Timothy hatten wir nun große Pläne. Wir beschwerten uns nicht, dass es erst 9.00 Uhr für uns Frühstück geben sollte, sondern begannen einfach schon bei angenehmen Temperaturen um 8.00 Uhr mit dem beseitigen der Grasstoppeln auf dem Volleyballfeld. Wie schnell sich doch die Natur Flächen zurück holt. Mit den urig, indisch typischen Werkzeugen quälten wir uns Meter für Meter. An Aufgeben wurde auch gedacht. Aber wir taten es einfach nicht. Mit Unterstützung von Brahesch, einem fleißigen 15 Jährigen, standen wir 4 Frauen stolz vor unserem Werk. Die gesamte Volleyballfläche war nun bespielbar und schon bald erstrahlte die Ziegelbegrenzung in einem neuen blauen Farbanstrich.

 

Anschließend sortierten und säuberten wir gemeinsam mit den Kindern den großen Spielraum. Sogar ein Dienst wurde eingeteilt, um besser darauf zu achten, dass nach der Spielzeit alles wieder zu seinem Platz zurück kehrt.

Unsere drei Männer kümmerten sich mit viel Geduld um die notwendigen Reparaturen an der Elektrik. Wir Frauen fanden: „Ihr habt viel geschafft!“ Unsere drei deutschen Techniker hakten es eher unter grobe Schadensbegrenzung ab. Doch an den nächsten Tagen sollte es weiter gehen.

Unser geplantes Projekt, einrichten des PC-Raumes für unsere zwei neuen Laptops (dickes Dankeschön an alle Spender), wurde kurzerhand etwas erweitert. Unser Sergej kristallisierte sich schnell als Leiter heraus. Die großen Jungs schraubten mit voller Kraft mit. Die Laptops werden noch 2-3 Tage auf ihren Platz warten müssen.

Nach dem Abendbrot, meistens gibt es Reis mit einer leckeren, natürlich scharfen Linsen-Gemüsevariante, animierte Sabine die Kinder zu vielerei Fingertricks. Auch Timothy genoss diese Zeit und brachte sich mit lustigen Games ein.

Unser Team wertete den Tag bis 23.00 Uhr aus und schlüpfte dann in die Zwei- oder Dreibettzimmer. Zum Glück sind die Mücken nicht allzusehr auf Angriff gebürstet.

Sonntags-Frühstück

Danas erste Tage in Mumbai

Dana beschreibt ihre ersten Tage in Mumbai:

Nun ist es schon der dritte Tag in Mumbai und wir gewinnen stetig neue Eindrücke dieser riesigen, mit Menschenmssen befüllten und lauten Stadt dazu.

Nachdem wir uns am ersten Tag erstmal ein kurzes Nickerchen gegönnt haben (da AirIndia uns hat zwei Stunden länger am Flughafen warten lassen als geplant, was zu einer Verspätung der Ankunftstzeit in Mumbai führte), sind einige von uns losgezogen, um die Umgebung des Hotels zu erkunden. Das Hotel liegt an einer sehr gut befahrenen Straße und nebenan liegt auch gleich die Moschee, die zumindest diejenigen, die ein Zimmer zur Straße bewohnen morgens um 06:00 Uhr daran erinnert, auch nicht allzu spät aufzustehen

Nachdem alle die ersten Eindrücke der Umgebung gewonnen haben kam es auch schon zu einem kurzen Treffen mit Timothy und seiner Frau Sonali, die uns im Hotel besucht haben. Es war eine nette Runde, in der sich zunächst einmal alle vorgestellt haben, um anschließend den weiteren Ablauf der nächsten Tage zu klären. Abends gab es dann ein leckeres Abendessen im Hotel. Das Essen war klasse!

Am zweiten Tag haben wir das IMCARES-Center besucht. Die Organisation liegt sehr zentral gelegen und es war wie immer aufregend mit dem Taxi durch die chaotischen Straßen Mumbais zu fahren. Erst einmal angekommen, sind wir auch schon auf einige Mitarbeiter von IMCARES getroffen und haben uns ein wenig ausgetauscht.

Aufgabe des Tages lautete: Die Bildung zweier Gruppen, um in den täglichen Arbeitsablauf der Organisation eingeführt zu werden. Die Gruppen wurden jeweils von einem IMCARES-Mitarbeiter begleitet.

Eine Gruppe von uns begleitete die Mitarbeiterin Sneha (eine Mitarbeiterin, die schon seit einer geraumen Zeit bei IMCARES tätig ist), welche uns durch die Grand Road führte, ein berüchtigtes Rotlicht-Viertel Mumbais. Nach einer kurzen Zeit trafen wir auch schon auf viele Klienten von IMCARES, ehemalige, sowie auch viele neue Personen. Personen, die selbst Hilfen in Anspruch nehmen, sowie auch Personen, deren Kinder im Agape-Village untergekommen sind. Die meisten von Ihnen leben in sehr ärmlichen Verhältnissen, viele davon auf der Straße. Eine Begegnung, die im Kopf hängen blieb war die einer allein sitzenden Frau am Straßenrand, welche in einem Topf Essen zubereitete. Dieses Bild haben wir anschließend noch öfter antreffen können.

Da Sneha die IMCARES-Klienten alle mittlerweile schon gut kennt und ins Herz geschlossen hat, sind auch wir mit einigen Personen, trotz Sprachbarrieren, ins Gespräch gekommen. Auffällig war dabei, dass trotz Obdachlosigkeit die Mehrheit der Personen, welche wir angetroffen haben ihr Lachen und ihre Freude nicht verloren haben und auch für jegliche Späße bereit waren. Die meisten von Ihnen waren alle sehr interessiert und haben uns zum Teil auch etwas mehr über ihre Familien wissen lassen.

Die Tour war insgesamt sehr spannend und war geprägt von unterschiedlichen Eindrücken, die jeder von uns wahrscheinlich anders verarbeitet hat. Wir sind nun schon auf die nächsten Tage gespannt. Geplant ist der Besuch eines Day-Care-Centers im Dharavi Slum, ein Slum, welches als das Größte in ganz Asien bezeichnet wird. Wir freuen uns schon alle auf den Besuch, da dieses Ereignis den meisten von uns höchstwahrscheinlich in Erinnerung bleiben wird.

Moviestar

Unsere letzte Woche war nochmal ganz schön aufregend.

 

Wir lernten das Team von Seek and Care aus Deutschland kennen. Wir wurden 3 Tage von einem Filmteam, das unsere Arbeit hier dokumentiert, begleitet. Und wir legten noch einmal all unsere Energie in die Therapie der Kinder.

 

 

 

Außerdem hielten wir Mitte der Woche einen Workshop für das Team von Imcares. Hier gaben wir zunächst einen Überblick über die unterschiedlichen Krankheitsbilder und versuchten möglichst praktisch einige Übungen zu etablieren, die dann in Zukunft durch die Sozialarbeiter ausgeführt werden. So können wir sicher sein, dass das Team ein großes Repertoire an Übungen besitzt und die Kinder weiterhin gut fördern können auch wenn wir nicht mehr Vorort sind.

 

Damit ihr einen kleinen Einblick in unsere tägliche Arbeit bekommt, hier ein kurzes Beispiel.

Einen Jungen konnten wir in den letzten Wochen mehrmals behandeln. Er ist 11 Jahre alt, aufgeschlossen und sehr freundlich. Hat aber eine sehr geringe Rumpfstabilität und große Probleme in fein- und grobmotorischen Bewegungen sowie der Koordination. Außerdem spricht er kaum und kommuniziert nur über Laute und Gesten. Er strahlte schon immer über das ganze Gesicht, wenn er uns sah und freute sich auf die kommenden Übungen. Motiviert konnte er die Übungen in den unterschiedlichsten Variationen ausführen und mit unseren selbstgebastelten Motivkarten konnten wir sogar objektbezogene Gesten anbahnen.

Wir hoffen sehr, dass die Übungen durch die Eltern und die Sozialarbeiter weitergeführt werden. Denn wir haben bereits kleine, aber bemerkenswerte Fortschritte beobachten können.

 

Wir hatten eine wundervolle Zeit hier in Mumbai und kehren mit vielen neuen Erfahrungen im Gepäck nach Hause. Wir hatten viel Freude daran unser therapeutisches Wissen hier in Indien anzuwenden, denn es gibt so viele Kinder, die diese Unterstützung sehr gut gebrauchen können.

Wir sind überzeugt, davon viele Therapeuten vom Interkulturellen Therapeutenaustausch (ITHA) begeistern zu können, denn wir hatten eine „once in a lifetime experience“.
Es war WUNDERVOLL.
Vielen Dank Imcares für diese tolle Erfahrung!

Miri und Kathi