Unser Freiwilliger Tim stellt sich vor

Guten Tag an euch alle!

Jetzt wird es wohl so langsam ernst. Ich spüre, dass etwas passiert. Rein äußerlich ist schon eine ganze Menge passiert. Immerhin schreibe ich euch diese Zeilen nun endlich nicht mehr aus meinem alten Kinderzimmer, sondern wirklich und wahrhaftig aus einem Flieger, der innerhalb einer Zeit von 7,5h die Strecke von München nach Mumbai zurückzulegen erstrebt. Bis jetzt hat er sich ganz gut geschlagen, wenngleich der Start aufgrund von technischen Schäden und mangelhaften Ersatzteilen etwas hinausgezögert werden musste.

Im Flieger: Ich trete zu meinem ersten Flug überhaupt an! °o°

Auf dem etwa tablet-großen Bildschirm vor mir kann ich neben Hörspielen und Filmen auch den Flug selbst über eine putzige Animation verfolgen. Wir bewegen uns mit einer Geschwindigkeit von 854 km/h vorwärts und draußen herrscht eine Temperatur von -55°C. Interessant. Die Ankunftszeit ist auf 23:46 Uhr geschätzt, womit wir eine Verspätung von 36 Min verbuchen können. Ist in Ordnung.

Früh um halb 9 haben Jael und ich uns an dem Münchner Bahnhof in Terminal 2 getroffen und nun sitzen wir wirklich in diesem sich mit rasanter Geschwindigkeit fortbewegendem Ungetüm! Es ist kaum zu fassen. Ich bin schon gestern, am 29.08.2022 am Zwickauer Bahnhof gestartet. Dabei bin ich von Herzensmenschen, die ein Lächeln auf dem zitterndem Mund, und Tränen in den geröteten Augen trugen, würdig verabschiedet wurden. Ich danke euch. Ich selbst musste noch nicht weinen, aber meine Trauerphase kommt noch, dessen könnt ihr euch sicher sein!

Aber auch innerlich spüre ich, dass ich bald ein Jahr in Indien verbringen werde. Ich beginne langsam, das Gewicht dieser Entscheidung zu erfassen. Und aus diesem Grund stelle ich mich noch in diesem Blog vor. Es gibt nämlich eine kleine Veränderung: Ab sofort erhält nicht nur mein Unterstützerkreis meine Updates, sondern die ganze Welt! Das ist doch mal was, oder?!

News

Was ich damit meine, ist, dass dieser Blog nun öffentlich im Internet zu lesen ist, und damit meine Leserschaft auf viele weitere Menschen erweitert wird, die sich in erster Linie nicht für mich, sondern allgemein für alles interessieren, was bei Imcares in Indien so los ist. Ich hoffe, meine neuen Leser können mir verzeihen, dass ich dennoch vieles über mich, meine Werte, Meinungen und Erfahrungen schreiben werde, schließlich sind das meine Blogeinträge, und es gibt, glaube ich, durchaus ein paar Leute, die das trotzdem wissen wollen.

Gestatten: Ich

Also lege ich ganz frisch und unverzagt los mit einer Vorstellung meiner Wenigkeit.

Mein Name ist Tim Hohnstädter, ich bin 19 Jahre alt und habe vor drei Monaten mein Abitur am Peter-Breuer-Gymnasium in Zwickau bestanden. Zur Orientierung für den Lauf meines weiteren Lebens habe ich mich für einen Freiwilligendienst entschieden, der über die Organisationen Christliche Dienste und Imcares sowie den Verein Seek and Care e.V. läuft und außerdem vom Förderprogram weltwärts getragen wird. Weiterhin unterstützt mich mein Spenderkreis von Zuhause. Ich freue mich vor allem auf die Kinder im Agape Village, die vielleicht ganz anders sind als die Kinder daheim, und ihnen andererseits doch so ähnlich sein werden, wie sie nur können. Ich will mit ihnen Musik machen, Cricket spielen, Gutenachtgeschichten vorlesen, etwas Kreatives erschaffen und noch viel mehr. Was davon überhaupt möglich ist und was außer dem, werde ich erst vor Ort auskundschaften können. Ich freue mich auf inspirierende Menschen, auf Kämpfer, Aufopferer und radikale Veränderer.

Und ich freue mich auf die Andersartigkeit, das Unbekannte und das Abenteuer. Das wird toll.

Meine Hobbys X)

Grundsätzlich noch zu meinen Freudenbeschäftigungen, weil das an dieser Stelle einfach standartmäßig mit erwähnt sein will: Für’s Singen und Gitarrespielen bin ich gern zu haben, bevorzugt bei Kindermusicals, Passionen oder Lobpreissessions. Ich lese gern Bücher, schreibe Texte, Gedichte und Listen, zeichne oder male gern etwas und löse Rätsel. Auch Gesellschaftsspiele feiere ich sehr. Sport ist mir wichtig, da gehören zu meinen Interessenfeldern Volleyball, Fahrradfahren und Klettern. Es gibt aber Vieles, das ich noch nie ausprobiert habe und noch machen möchte, also wird diese Liste wahrscheinlich noch exponentiell ansteigen. Vielleicht auch nur monoton steigend, ich hab den Graphen noch nie berechnet.

MERKE!

Nur weil ich etwas mag und es mir Freude macht, heißt das noch lange nicht, dass ich besonders gut darin bin. Zugegebenermaßen hat Gott mir einige Fähigkeiten ins Herz und an die Hand gelegt, die es in diesem Leben zu entdecken und auszubauen gilt. Aber so manches wird eine amateurhafte Tätigkeit und keine gereifte Fähigkeit sein und bleiben. Und das ist absolut okay.

Schwächen

Zu guter letzt will ich auf meine Schwächen eingehen, weil ich finde, dass so etwas für eine vertraute Beziehung immer notwendig ist, und ich will, dass mein Leserkreis ein authentisches Bild von mir hat.

Ich bin unglaublich schlecht darin, mir Namen, Zahlen, oder allgemein Informationen über eine Person zu merken. Wenn ihr also wissen wollt, wie die neuesten Babys in meinem Bekanntenkreis heißen, was jemand in meinem Umfeld beruflich macht, wie alt mein zweitältester Onkel mütterlicherseits ist, seit wann mein Cousin schon in der Schule ist, oder auch was meine Freunde denn so studieren und wo überhaupt, dann fragt bitte nicht mich!

Ich weiß es doch auch nicht!!

Also ernsthaft, ich kämpfe immer noch darum, mein eigenes Leben zusammenzuhalten, ich kann nebenher nicht noch Daten über sämtliche Menschen in meinem Umfeld in meiner Hirnplatte abspeichern. Es ist ja nicht so, als würde ich es nicht versuchen. Im Gegenteil, ich gebe mir ernsthafte Mühe. Aber so richtig meine Stärke ist das nicht. Es kommt auch nicht selten vor, dass ich jemandem mehrmals dieselbe Frage stelle, weil ich die Antwort vom letzten Mal schon wieder unterbewusst vergessen habe. Wenn du so jemand bist, dann tut mir das echt leid. Ich habe dich trotzdem voll lieb, mein Langzeithirn hat leider nur noch 2MB Speicherplatz zur Verfügung. Das ist nicht viel. Vielleicht sollte ich mir mal eine SD-Karte kaufen.

Was ich mir gut merken kann, sind Bilder. Damit kann man arbeiten. Wenn ihr wollt, dass ich mir irgendetwas über euch merken kann, zum Beispiel, dass ihr Zirkusartist seid und 6 ó Kinder habt, dann malt mir ein Bild, auf dem ihr im Zirkuskostüm durch einen feurigen Reifen über eure 6 ó Kinder springt. Wer das macht, den vergesse ich bestimmt nicht so schnell. Außerdem kann ich leicht abgelenkt werden, deshalb muss ich Aufträge entweder sofort erfüllen oder mir einen Wecker stellen, sonst mache ich es halt nicht. Zwei Aufgaben parallel bearbeiten, kriege ich auch nicht hin. Bei mir geht nur eins nach dem anderen. Es sei denn, es reicht wenn ich beides nur zur Hälfte erledige.

Wenn ich etwas Neues mache, mache ich es grundsätzlich erst einmal falsch, deshalb frage ich lieber viel davor, im Zweifelsfall mache ich es aber einfach und weiß es durch die Erfahrung beim nächsten Mal besser. Grundsätzlich bin ich eher der langsame Typ, der seine Zeit braucht und sich auch bewusst Zeit nimmt, was ich im Hier und Jetzt sein will und das was er tut, gründlich und gut erledigt wissen will. Außerdem schreibe ich manchmal zu lange

Blogeinträge, aber mein bisheriger Leserkreis kennt mich ja und da hat sich noch niemand übermäßig beschwert. Ich versuche schon, mich kurz zu halten. An dieser Stelle setze ich deshalb den Schlussstrich und hoffe, dass ihr mich nun etwas besser kennt. Sendet mir wie immer gern euer Feedback, Ermutigungen, Dank, Freude, Inspiration sowie Kritik und Rumgemecker. All dies ist bei mir immer willkommen. Bis zum nächsten Mal, dann aber schon aus Mumbai!

Euer Tim : )

Schlussstrich

Unsere Freiwillige Jael stellt sich vor

Hallo, ich bin die Jael.

Ich bin 19 Jahre alt und habe gerade mein Abitur geschrieben.  Aufgewachsen bin ich mit drei jüngeren Schwestern im wunderschönen Baden-Württemberg.
Aus meinem kleinen Dorf geht es für mich nun raus in die große weite Welt.
Nach Indien zu reisen und dort ein Jahr zu leben ist schon seit einiger Zeit mein großer Traum und ich freue mich riesig, dass es nun bald kein Traum mehr sein wird.
Ich freue mich darauf, die Kultur, die Menschen und vor allem die Kinder im Agape Village kennenzulernen.
Mit Kinder zu arbeiten und mit ihnen das Leben zu entdecken, ist eine große Leidenschaft von mir. Und es ist mein Wunsch, den Kindern die Liebe weiterzugeben, die ich erfahren durfte.
Ich freue mich auf ein buntes, herausfordertes und spannendes Jahr, in dem ich viel lernen darf und auch persönlich wachsen kann.

Unser Freiwilliger Roman stellt sich vor

Hallo, Roman mein Name.

Ich bin 27 Jahre alt und komme aus der Stadt Osnabrück. Geboren bin ich in der Ukraine und im Jahre 1996 ist meine Familie als Spätaussiedler nach Deutschland gezogen, wo ich auch größtenteils groß geworden bin. Aus meiner Leidenschaft zur Musik habe ich erfolgreich meine Ausbildung zum Tontechniker absolviert und als Selbständiger in der Branche gearbeitet. Anfang des Jahres 2022, um genau zu sein am 01.01.2022, hat sich mein Leben um 180 Grad gewendet. Aus Gnade erfuhr ich meine Berufung für mein Leben und seit dem Tag wurde mir der Sinn meines Lebens klar. Nicht mehr für mich selbst zu leben, sondern für die, die durch welche Gründe auch immer, in Not sind und Hilfe benötigen.

Ich bin dankbar, dass mir Seek and Care die Möglichkeit gibt, 12 Monate in Indien dienen zu dürfen. Dass ich Lernen, Mithelfen und was Gutes bewirken darf.

June at the Imcares Agape Village

It’s been over a month since the children began returning to the Imcares Agape Village from their Holiday at home. With them, they brought their clothing, toiletries, and some snacks, along with the vibrant energy that we had all been missing. The days of their arrival were tough for the kids who had to say goodbye to their parents for the next year. Even days after their parents had left, some kids would still spontaneously burst into tears. Their cries were quiet, filled with sorrow, not seeking attention but simply release from the feeling of missing their family.

Soon enough, the kids returned to school, and a daily routine was restored – allowing them to settle back into life here in the village. Every day has been blessed with delicious food prepared by Kaki, usually followed by some sweet and juicy Mangos, picked straight from the trees outside. We’ve all worked, played, laughed, and argued together, just as any conventional family would.

Then, about two weeks ago, the Monsoon season arrived – bringing with it a gift in the form of water. As I write this blog, the rain is pouring down outside my window. We’ve had rain for the past week, every day,sometimes all-day. When in the rain, the kids dance, play, and laugh. They embrace the rain as one would an old friend. Between the heavy showers, the sun peaks at us through the thick blanket of grey clouds, bringing a glossy shine to every leaf, every stone. The air becomes clean and fresh with the smell of wet soil. The sound of chirping birds and grinding crickets reminds us that the village – our little paradise – is not only home to us but to an entire ecosystem of life.

Our daily routine, and the arrival of monsoon season, have put all here at Agape Village into a positive space. Day by day, week by week, we work together, creating a home for all that live here. With that, the plants grow, the animals grow, and we grow.

Many happy greetings from me, Daniel, and all here at the Imcares Agape Village.

Unsere Freiwilligendienste starten wieder – Daniel Landes stellt sich vor

Good day, my name is Daniel Landes.

 I am a 22-year-old Physics student currently living in Munich. I was born into a mixed family with a South African mum and a German dad. This left me with either of my feet in two very different realities. 

 In 2008, my family moved from Germany to Cape Town, South Africa. Here my parents would open a child and family centre called Elonwabeni. Elonwabeni was to be a home for kids from struggling families. Naturally, my parents invested much time into the development of this project. My sisters and I had our perfect little world turned on its head. After school, weekends and even holidays were spent at Elonwabeni. Initially, this time led to much boredom and frustration. It was quite tough to get along with the kids at Elonwabeni. We seemingly had nothing in common. 

 But time passed. With this, I began to learn a lot from my friends at Elonwabeni. The contrast of their realities really put my privilege into perspective. I began to understand the importance of a supportive family. It is a gift that I had taken for granted all my life and one that every child deserves. It is up to us as adults to invest time and energy into the well-being of our children. Only this way do we offer them a foundation on which to build a solid future. I hope to join the Agape Village with this in mind. I intend on learning all that I can from the team at Imcares, while hopefully making as big an impact as I can.

Hallo, ich bin der Daniel.

 Ich bin 22 Jahre alt und studiere momentan Physik an der Technischen Universität München. Ich bin in einem gemischten Haushalt aufgewachsen. Meine Mum kommt aus Südafrika und mein Dad aus Deutschland. Dadurch stehe ich mit beiden Füßen in zwei sehr unterschiedlichen Lebenswelten.

 Im Jahr 2008 zog meine Familie von Deutschland nach Kapstadt, Südafrika. Hier haben meine Eltern ein Kinder- und Familien Zentrum namens Elonwabeni eröffnet. Elonwabeni sollte ein Zuhause für Kinder aus schwierigen Familienverhältnissen sein. Natürlich investierten meine Eltern viel Zeit in die Entwicklung dieses Projekts. Für meine Schwestern und mich wurde unsere perfekte kleine Welt auf den Kopf gestellt. Nach der Schule, an den Wochenenden und sogar in den Ferien verbrachten wir unsere Zeit bei Elonwabeni. Anfänglich führte dies zu viel Langeweile und Frustration. Es war ziemlich schwierig, mit den Kindern von Elonwabeni zurechtzukommen. Wir hatten scheinbar nichts gemeinsam.

 Aber die Zeit verging. Und so begann ich, viel von meinen Freunden bei Elonwabeni zu lernen. Der Kontrast zwischen unseren Realitäten hat mir gezeigt, wie privilegiert ich wirklich bin. Ich begann zu verstehen, wie wichtig eine unterstützende Familie ist. Es ist ein Geschenk, das ich mein ganzes Leben lang für selbstverständlich gehalten habe und das jedes Kind braucht. Es liegt an uns Erwachsenen, Zeit und Energie in das Wohlbefinden von Kindern zu investieren. Nur so können wir ihnen ein Fundament bieten, auf dem sie eine solide Zukunft aufbauen können.

Ich hoffe, dass ich in diesem Sinne im Agape Village mitwirken kann. Ich möchte helfen, wo immer ich kann, und dabei selbst so viel lernen wie möglich.

Nähen für Indien

Hallo, mein Name ist Anna,

in der Coronazeit traf sich meine Jugendgruppe immer online und einmal entschieden wir uns, statt der gewöhnlichen Gruppenstunde, einmal bei einer Online-Sitzung teilzunehmen, in welcher Timothy Gaikwad über die Coronalage in Indien berichtete. Was er dort erzählte beschäftigte mich auch noch Tage später und ich überlegte, wie ich den Menschen dort vielleicht helfen könnte. Mir kam die Idee, selbstgenähte Produkte zu verkaufen und das gesammelte Geld dann an Indien zu spenden. Gesagt getan, ich fing an Mützen, Haargummis, kleine Täschchen, etc… zu nähen und über den WhatsApp Status und auch persönlich Leute darauf aufmerksam zu machen. Tatsächlich kamen am Ende 350 Euro zusammen, die dann an die Organisation Imcares nach Indien gespendet wurden. 

Presseschau Oktober 2020

Im Oktober freuten wir uns über zwei tolle Artikel.

In Sulzbach-Rosenberg berichtete die Zeitung über die Spende der “Kommode” an Seek & Care in Verbindung mit dem Therapeuteneinsatz vom März 2019.

In Bamberg freuten wir uns über ein Interview mit der “Stadtecho”, das in der Online Ausgabe “Webecho” veröffentlicht wurde. Hier geht’s zum Artikel.

Es ist schön, zu erleben, dass das Interesse an unserer Arbeit auch in die Öffentlichen Medien fließt.

Karuna vs. Corona

Liebe Leser,

zu Zeiten von Corona sind wir alle in vielschichtiger Weise herausgefordert. Unsere Partner von Imcares antworten dieser Herausforderung mit einem neuen Projekt, das eigens zur Corona Hilfe aus dem Boden geschossen ist. “Karuna”, das bedeutet Gnade. Wie schön, dass es Menschen gibt, die sich ihren benachteiligten Mitmenschen zuwenden. Sie sehen ihre Not und sorgen dafür, dass ihnen Hilfe zukommt. Karuna – Gnade in Zeiten von Corona.

Hier folgt ein Ausschnitt unseres aktuellen Rundbriefes:

Aus einem Slum, nahe des reichsten Viertels der Metropole Mumbai, wurde Imcares kontaktiert und um Hilfe gebeten. Junge Bewohner dieses Slums sahen die Not ihrer Nachbarn und mobilisierten all ihre Kräfte, um Essen und Hygienemittel zu ihnen zu bringen. Nachdem sie selbst nichts mehr in ihren eigenen Hütten fanden, womit sie aushelfen konnten, suchten sie Imcares auf. Diese neu gewonnenen freiwilligen Helfer arbeiten aktuell mit Imcares zusammen, um noch mehr Menschen zu erreichen, die auf der Verliererseite von Covid19 stehen (Foto). So gelangen die Hilfspakete in einem Schneeballsystem  zu den Bedürftigen.  

Wir sind dankbar, beeindruckt und berührt von den vielen Spenden, die bislang bei uns eingegangen sind. Imcares kann damit Großes bewirken!

Entladung neuer Lebensmitelrationen bevor diese zur Verteilung rationiert werden.

Übergabe von Essenpaketen an das St. George Hospital in Mumbai

Bisher können die Hilfspakete wie folgt verteilt werden: 

  • an hunderte Familien in Slums 
  • 100 Familien eines einheimischen Volks-stammes in Nord Mumbai, geplant ist es, 500 weitere Familien zu erreichen
  • täglich an 250 Wohnungslose
  • täglich werden 50 Essenspakete an ein Krankenhaus geliefert. Die Ärzte dort können die Klinik nicht verlassen und haben selbst nur unzureichenden Zugang zu gesunden Lebensmitteln
  • an 60 Familien in einer Kolonie, die von Lepra betroffen sind und deshalb ausgegrenzt leben
  • Verteilung von Medikamenten und Essen an 50 HIV-positive Menschen, weitere 50 Menschen sollen noch erreicht werden 

Essensverteilung an 200 Obdachlose

All diese Maßnahmen werden Tag für Tag durchgeführt. Sie laufen so lange weiter, wie es die aktuelle Situation erfordert und wird den täglichen Anforderungen angepasst.  Bisher konnten somit über 5000 Menschen erreicht werden. 

Wir danken Euch für jede Unterstützung!

Es ist nicht wichtig wie und wo wir helfen, sondern dass wir helfen!

Seek and Care e. V.
Sparkasse Bamberg
IBAN DE71 7705 0000 0302 8603 41
BIC   BYLADEM1SKB
Verwendungszweck: Imcares Soforthilfe

Plötzlich vorbei

Liebe Blogleser!

Ganz unverhofft schreibe ich nun schon meinen letzten Blogeintrag und befinde mich dabei tatsächlich wieder in Deutschland… ja, so hatte sich das keiner vorgestellt, aber durch die aktuelle weltweite Krise wurde der Entschluss gefasst, dass alle Freiwilligen aus dem Ausland wieder nach Deutschland zurück kehren sollten. Aber später mehr dazu…. Zwischen meinem letzten Blogeintrag und dem plötzlichen Zurückkommen ist nämlich noch ein wenig passiert, von dem ich euch gerne berichten möchte.

Kalenderbilder ausmalen mit den Kindern

Als ich von dem Zwischenseminar zurück ins Agape Village fuhr, war meine Freude wirklich groß, denn seit Beginn meiner Zeit, war ich das erste Mal für zwei Wochen von diesem Ort getrennt und sehnte mich doch ein wenig nach meinem indischen Zuhause zurück! Es war wirklich schön, die Kinder und Heimeltern nach längerer Zeit endlich wiederzusehen!!  

Kurz darauf begannen wir auch schon mit allen Vorbereitungen für unseren Besuch aus Deutschland. Alle waren in freudiger Erwartung, als unsere Gäste eintrafen und besonders die Kinder haben sich riesig gefreut! Aber natürlich war auch ich sehr beglückt nochmal meine Muttersprache sprechen zu können und besonders auch Udo, einen guten Freund meiner Familie, Rebekka, meine Mentorin für den Dienst und Naomi, meine Vorgängerin, wiederzusehen/kennenzulernen, aber ebenso auch das restliche Team willkommen zu heißen!
Es war wirklich eine richtig schöne Woche gemeinsam mit ihnen und wir waren ihnen sehr dankbar für alle praktische Hilfe, die sie uns gegeben haben. Besonders schön war auch die Wanderung in den Bergen, die wir gemeinsam mit unseren älteren Kindern machten. Es war ein großartiger Ausblick hinunter ins Tal und wir hatten eine lustige Zeit zusammen mit den Kindern!  

Leider ging die Zeit wirklich schnell vorbei und so stand auch schon der Abschied vor der Türe. Glücklicherweise durfte ich mit der deutschen Truppe nach Mumbai fahren, dort die letzten drei Tage mit ihnen verbringen und selbst ein wenig Urlaub machen. Das war auch wirklich erholsam und gut, denn nach jedem Aufenthalt in Mumbai kommt man immer mit viel mehr Freude zurück ins Agape Village!! Bei der Verabschiedung von den Deutschen und besonders Udo, hätte ich niemals gedacht, dass ich ihn nach nur drei Wochen wiedersehen würde….

Das sich weltweit die Situation durch die Ausbreitung des Coronavirus zuspitzte und in einigen Ländern die ersten Sicherheitsmaßnahmen durchgeführt wurde, bekamen wir im Kinderdorf auch mit, aber ich selbst machte mir noch nicht viele Gedanken darum, schließlich liegt mein Leben in Gottes Hand und auf Ihn möchte ich vertrauen. 

Dann aber war es so, dass meine zweite deutsche Organisation, bei der ich an den Seminaren in Vorbereitung auf den Freiwilligendienst teilgenommen hatte, von der deutschen Regierung kontaktiert wurde und die Anweisung bekamen, alle Freiwilligen im Ausland zurück nach Deutschland zu bringen…. Alles musste total schnell gehen und innerhalb von 24 Stunden musste ich packen, mich verabschieden von den Kindern und Heimeltern und all diese Ereignisse verarbeiten. Es war total hart und tränenreich das Agape Village und alle mir so lieb gewordenen Menschen dort so schnell verlassen zu müssen… Timothy kam aus Mumbai angereist und nahm mich am nächsten Tag mit dorthin, sodass ich mich bereits Mittwoch abends am Flughafen befand. Bei meinem Rückflug ging leider auch noch einiges schief, denn der Anschlussflug in Delhi wurde gestrichen, sodass ich einen Tag später wieder nach Mumbai zurückfliegen musste und dann von dort aus nach Amsterdam flog, denn es war nicht mehr möglich einen Flug von Delhi oder Mumbai nach Deutschland zu finden – alles war total ausgebucht. Es war echt eine Tortur, aber ich bin Gott sehr dankbar, dass er in all dieser Zeit mit mir war und mich beschützt hat. 

Am 21. März, genau vier Monate vor meiner eigentlich geplanten Rückkehr, empfingen mich meine Eltern in Amsterdam am Flughafen und wir fuhren gemeinsam nach Hause.
Mittlerweile befinde ich mich schon wieder seit drei Wochen in Deutschland und gewöhne mich wieder an das Leben hier, vermisse aber auch sehr meine Familie in Indien… 

Mein letzter Sonnenuntergang im Agape Village

Ich bin allen Menschen und besonders Gott sehr dankbar, die mir diesen Freiwilligendienst ermöglicht und mich in dieser Zeit begleitet haben. Es waren viele wertvolle Erfahrungen, die ich dadurch machen durfte, so viele Begegnungen mit Menschen, denen ich sonst vermutlich nie über den Weg gelaufen wäre, die mein Leben aber sehr bereichert haben!! Und die Hoffnung lebt in mir, dass es eines Tages wieder möglich sein wird, zurück zu reisen und all meine Lieben wiederzusehen.

Liebste Grüße,
Lena