Nähkurse im Imcares Kinderdorf

Seek and Care e.V. hat auf den Wunsch der Mitarbeitenden zwei Nähmaschinen samt Nähtisch gekauft. Die Idee kam auf, als die Kinder Sonali gespannt über die Schulter schauten, als diese bunte Patchworkdecken quiltet. Deshalb sollen sich interessierte Kinder und Jugendliche im kleinen Gruppen an den Maschinen versuchen dürfen.

Vielleicht entdeckt der ein oder andere sein neues Hobby oder den künftigen Berufswunsch.

Nancy Reichel

Lunchbags für den guten Zweck

„Beim Stoffladen gibt es am Wochenende Rabatt!!! Ich kann noch welche nähen!“

Die gute Gabi aus Bamberg näht seit ein paar Wochen wasserdichte Lunchbags mit orientalischem Design. Weil die ersten so schnell vergriffen waren, geht sie mit ihrer Nähmaschine im Wohnzimmer in die zweite Runde. Für eine Spende von mindestens 30€ verschickt sie die Bags per Post. Farben und Muster variieren, nur so lange der Stoffvorrat reicht.

Einfach im Verwendungszweck LUNCHBAG und die Adresse angeben und die Bags flattern in den Briefkasten und die Spende nach Indien, zur Unterstützung der Sozialarbeit von Imcares in Mumbai.

Spendenkonto:

Seek and Care e. V.
Sparkasse Bamberg
IBAN    DE71 7705 0000 0302 8603 41

 

Gabis Lunchbags

Nach über zwei Jahren besuchen wir unseren Partner in Mumbai.

Endlich war es möglich, wieder nach Indien einzureisen. Drei mal mussten die Teamreisen abgesagt werden. Ganz spontan entschied ich (Nancy), die günstigen Einreisebedingungen zu nutzen und unsere Partner Imcares in Mumbai zu besuchen.

Welche Freude! Am Flughafen wurde ich herzlich willkommen geheißen vom Leiter der NGO, Timothy und einem weiteren bekannten Gesicht Indira(Namen geändert). Sie wuchs im IMCARES-Kinderdorf auf. Nach dem Schulabschluss hatte sie keine Familie zu der sie zurückkehren konnte. Daher wohnt sie seither mit Timothy und seiner Frau Sonali im IMCARES-Haus. Mittlerweile hat sie ihre Ausbildung zur Pflegekraft beendet und arbeitet in einem privaten Krankenhaus in Mumbai auf einer Entbindungsstation. Leider reicht das Einkommen noch nicht, um sich eine eigene Wohnung anzumieten.

Ich wurde einen ganzen Tag mitgenommen auf die Straßen und die Communities Mumbais. Die drei Sozialarbeiter zeigten stellten mich ein paar Familien vor mit denen sie arbeiten. Unter anderem einem 10-jährigen Mädchen aus dem Dharavi-Slum, das aufgrund von Sehschwäche und weiteren kognitiven und körperlichen Beeinträchtigungen in das Ankur-Projekt aufgenommen wurde. In einem späteren Blog mehr zu dieser emotionalen Begegnung.

Außerdem trafen wir zwei Familien, die sich gemeinsam einen Fußweg zum leben teilen. Sie sind sehr interessiert, sich mit uns zu unterhalten. Ein Vater kann etwas Englisch und so stellen wir uns mit Namen und Alter vor und teilen ein Lächeln.
Die Eltern verdienen ihr Geld durch Betteln oder einfache, unregelmäßige Reinigungsarbeiten. Es reicht nicht für regelmäßige Mahlzeiten. Die Situation als wohnungsloser Mensch ist katastrophal und gefährlich. Die Eltern sind Tuberkulose erkrankt und die Väter Drogen- bzw. Alkoholanhängig. Jeweils ein Kind lebt seit einigen Jahren im Kinderdorf von Imcares. Ich erzähle den Eltern begeistert, dass ich ihre Kinder morgen treffen werde. Der Vater bringt ein schläfriges Kind auf seiner Schulter herbei. Ich schätze das Alter auf 1. Doch das Mädchen ist schon 3 Jahre alt. Die Aufnahme ins Kinderdorf ist für Juni diesen Jahres geplant.

Mit dabei Nici und Stephanie aus Deutschland. Sie reisen ein paar Monate durch Asien und haben einen Zwischenstopp in Mumbai eingelegt, um die Arbeit von Imcares kennen zu lernen.

Viele Grüße aus Indien sendet Nancy (Vorstand Seek and Care eV)

erfolgreicher Spendenaufruf zum Kauf eines Geländewagens

Wir sind überglücklich und stolz! Vielen Dank an euch!

Mithilfe zahlreicher Spender konnten wir über 10.000 € sammeln und diese Woche überweisen. Gemeinsam mit Spendengeldern aus einem Spenderkreis aus Irland kann IMCARES damit einen Geländewagen kaufen, der für viele Jahre Essenspakete, Medikamente und Personal dorthin befördert, wo es gerade gebraucht wird!

Ein besonderer Dank geht an Jenoptik AG, die das Projekt mit 720 € fördern.

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Übergabe von Mario Arnold an unsere 2. Vorsitzende Nancy Reichel

 

 

Corona in Indien – aktueller Stand

Covid 19 konnte in Indien bisher nicht gestoppt werden. Vor allem in den Städten wie Mumbai steigen die Zahlen der erkrankten Menschen, aber auch der verstorbenen Menschen weiter an. Wir stehen in regelmäßigem Kontakt mit unserem Partner IMCARES über die aktuelle Lage.

Am 31. Juli wurde der landesweite Lockdown aufgehoben. Die Bewegung im Land und in den Stadtgebieten ist dennoch weiter eingeschränkt. Ein Teil der Bevölkerung hat seine Arbeit wieder aufgenommen (z.B. Geschäfte). Restaurants und Hotels bleiben weiter geschlossen. Die Wirtschaft leidet stark und ein Großteil der Bevölkerung hat keine Möglichkeit seine Tätigkeit wieder aufzunehmen. Demnach ist in Mumbai und Umgebung weiterhin Armut und Hungersnot vorzufinden, außerdem die Gefahr von steigenden Infektionszahlen von z.B. Tuberkulose. Die Zahl an Covid-19-Infizierten steigt in ganz Mumbai, vor allem in Süd-Mumbai und im Dharavi-Slum, wo die Haupttätigkeiten von IMCARES stattfinden.

IMCARES setzt die Lieferung mit Versorgungspaketen fort. Diese Tätigkeit ersetzt dabei andere Tätigkeiten von IMCARES, die aufgrund des hohen Infektionsrisikos temporär nicht ausgeführt werden können (z.B. Hausbesuche und Behandlung von Kindern mit Behinderung). Es ist wieder zur Hauptaufgabe von IMCARES geworden, elementare Bedürfnisse wie die Lebensmittelversorgung sicherzustellen. Technisch ist IMCARES dafür nicht ausgerüstet. Deshalb wird der Kauf eines Mehrzweck-PKWs angestrebt.

Die wöchentliche Ausgabe von Essenspaketen an bedürftige Familien hält weiter an.

Die wöchentliche Versorgung von Lebensmittelpaketen für bedürftige Familien hält weiter an.

Kein Goodbye, sondern ein Bis bald

 

Wir werten den Aufenthalt gemeinsam aus und blicken in die bevorstehenden gemeinsamen Monate.

Vor unserem Abflug wurden zum CEO von Imcares,Timothy und seiner Frau Sonali zum Tee eingeladen. Wir besprachen unseren Aufenthalt und stellten viele Fragen über das was ist und wie es bei Imcares und Seek and Care weiter gehen soll. Im Mai kommt Timothy nach Deutschland und freut sich, die Teammitglieder wieder zu sehen. Auch die daheimgebliebenen freuen sich auf seinen Besuch. Der Vorstand von Seek and Care plant derzeit Timothys Deutschlandreise. Wer Timothy in seine Stadt einladen möchte, kann sich gern bei uns melden. info@seekandcare.de

Timothy Gaikwad kommt gern für eine Gesprächsrunde zu Ihnen.

Schüler aus dem Erzgebirge schicken Grüße nach Indien

Die Jenaplanschule Markersbach hat sich am Spendenaufruf für das Kinderdorf beteiligt. Eine sechste Klasse sammelte bei einem Kuchenbasar Geld, welches es uns mit netten Briefen der Schüler an die Kinder im Agape Village mitgab. Mit Begeisterung ordneten die indischen Kinder die Briefe einem beigelegten Gruppenbilder der Schulklasse zu. Mit der Aussprache der Namen hatten manche so ihre Schwierigkeiten. Mit viel Liebe zum Detail gestalteten die Kinder eine Rückantwort an die Schulklasse.

 

Vielen Dank Jenaplanschule Markersbach!!

Der neue Study room mit Laptops

Feierlich weihen wir an unserem letzten Abend den neu gestalteten Study room mit den Laptops ein.

Mit großen Augen betrachten die Kinder die Neuanschaffungen. Es braucht etwas Zeit, bis sie sich an die Bedienung des Touchpads gewöhnt haben. Auch der Jüngste (6 Jahre alt) sitzt aufgeregt vor dem Bildschirm. Seine “Didis” und “Dadas” (Schwester und Brüder) rufen ihm durcheinander zu, wohin er den Curser bewegen soll. Als der Taschenrechner die richtige Lösung errechnet hat, klatschen wir in die Hände.

In der Schule lernen die Kinder zwar den Umgang mit dem Computer, allerdings an einem Desktop-PC. Mit einem dicken “Thank you” bedanken sie sich für die Lenovo-Laptops, die wir über den Spendenaufruf im Februar 2019 finanzieren konnten. Ein IT-qualifizierter Mitarbeiter soll die Kinder zukünftig in der Computernutzung schulen.

Neben den Computerarbeitsplätzen entstehen in dem schönen hellen Raum auch drei Arbeitsplätze um sich auf die “Final Exams” nächste Woche vorbereiten zu können.

 

Slackline: Was ist das denn??

Frühstück, Besorgungen im Ort und Ordnung bringen in den „Kabelsalat“, stand bis Mittag auf dem Plan. Ebenso wurde sich ein Bild vom Wasserpumpenproblem am Fluss verschafft. Die Pumpe ist leider schon länger defekt und es fehlt eine wichtige Wasserquelle für den Garten. Somit verabschieden sich immer mehr Bananen- und Papayapflanzen. Es gab einen Brand am Flussufer und dadurch wurde das Kabel und der Schlauch komplett zerstört. Das hatte zur Folge, dass die Pumpe im Fluss herrenlos auf Dauertauchstation gegangen ist und nur mit großem Aufwand geborgen werden kann um sie wieder in Stand zu setzen. Traurig wurde entschieden, dass wird eine Nummer zu groß für unseren Kurzeinsatz.

In der Spielzeit am Nachmittag weihten wir das Volleyballfeld ein und anschließend die Slackline, welche Sabine in ihrem Gepäck hatte. Alle sind sich einig, dass das eine sehr gute Anschaffung ist, die bestimmt robust genug ist, um lange Freude zu bringen sowie Motorik und Gleichgewicht zu schulen.

Zum Abendbrot gab es heute zum ersten Mal das beliebte Chabattibrot. Unterstützung bei der aufwendigen Zubereitung bekam die Küche durch Nancy, Marcus und Michelle, sie ist zur Zeit als Volunteer aus Thüringen hier.

Viele Grüße sendet Birgit.

Volleyball hier, Study room dort.

 

Nach dem Spätabendgespräch mit Timothy hatten wir nun große Pläne. Wir beschwerten uns nicht, dass es erst 9.00 Uhr für uns Frühstück geben sollte, sondern begannen einfach schon bei angenehmen Temperaturen um 8.00 Uhr mit dem beseitigen der Grasstoppeln auf dem Volleyballfeld. Wie schnell sich doch die Natur Flächen zurück holt. Mit den urig, indisch typischen Werkzeugen quälten wir uns Meter für Meter. An Aufgeben wurde auch gedacht. Aber wir taten es einfach nicht. Mit Unterstützung von Brahesch, einem fleißigen 15 Jährigen, standen wir 4 Frauen stolz vor unserem Werk. Die gesamte Volleyballfläche war nun bespielbar und schon bald erstrahlte die Ziegelbegrenzung in einem neuen blauen Farbanstrich.

 

Anschließend sortierten und säuberten wir gemeinsam mit den Kindern den großen Spielraum. Sogar ein Dienst wurde eingeteilt, um besser darauf zu achten, dass nach der Spielzeit alles wieder zu seinem Platz zurück kehrt.

Unsere drei Männer kümmerten sich mit viel Geduld um die notwendigen Reparaturen an der Elektrik. Wir Frauen fanden: „Ihr habt viel geschafft!“ Unsere drei deutschen Techniker hakten es eher unter grobe Schadensbegrenzung ab. Doch an den nächsten Tagen sollte es weiter gehen.

Unser geplantes Projekt, einrichten des PC-Raumes für unsere zwei neuen Laptops (dickes Dankeschön an alle Spender), wurde kurzerhand etwas erweitert. Unser Sergej kristallisierte sich schnell als Leiter heraus. Die großen Jungs schraubten mit voller Kraft mit. Die Laptops werden noch 2-3 Tage auf ihren Platz warten müssen.

Nach dem Abendbrot, meistens gibt es Reis mit einer leckeren, natürlich scharfen Linsen-Gemüsevariante, animierte Sabine die Kinder zu vielerei Fingertricks. Auch Timothy genoss diese Zeit und brachte sich mit lustigen Games ein.

Unser Team wertete den Tag bis 23.00 Uhr aus und schlüpfte dann in die Zwei- oder Dreibettzimmer. Zum Glück sind die Mücken nicht allzusehr auf Angriff gebürstet.

Sonntags-Frühstück