Gestern, am Nikolaustag, durfte ich Timothy, Sonali und Sumitre Gaikwad zu einer großartigen Veranstaltung begleiten.
Ein Arzt namens Dr. Rajshekhar Uzagare, der schon seit vielen Jahren im Bereich HIV und Aids forscht, aufklärt und behandelt, hatte sein neues Buch „A New Beginning“ herausgebracht.
In handlichem Format beschreibt er praxisnah die aktuellsten Erkenntnisse über HIV.
Neben vier weiteren Ärzten, die jeweils eine kleine Ansprache gaben, war als Ehrengast Dr. Kirit Somaiya (Politiker im indischen Parlament) eingeladen. Er durfte das Buch auspacken und somit die Veröffentlichung vollenden.
Dr. Kirit Somaiya ist ein sehr bodenständiger, menschennaher und beeindruckender Mann. Sein kurzer Aufenthalt auf der Veranstaltung hat einen tiefen Eindruck bei mir hinterlassen. Er setzt sich aktiv und frei von Vorurteilen für die Bevölkerung ein. Er ist ein Mann der Tat. Das hat er auch gezeigt, als er seine Mission „Libs for Life“ vorstellte. Darin setzt er sich für Menschen mit Amputationen ein, um ihnen mit Prothesen ihre Handlungsfähigkeit zurück zu geben. Drei junge Männer mit Armprothesen waren gekommen, um ihre Greif- und Schreibfunktionen zu demonstrieren. Ich war zu tiefst gerührt, sehe ich doch fast täglich Menschen mit Verstümmelungen auf der Straße sitzen. Es tut wirklich gut zu sehen, dass es auch Politiker mit so viel Herz und Einsatzbereitschaft gibt.
Dr. Rajshekhar Uzagare ist ein langjähriger Freund von IMCARES. Sein Vater hat schon mit Sumitre Gaikwad, Timothys Vater, zusammengearbeitet. Damals hat Sumitre ein neues Projekt für HIV kranke Menschen ins Leben gerufen. Der junge Rajshekhar Uzagare half ehrenamtlich bei der Begleitung und Versorgung dieser Menschen mit.
In der gestrigen Veranstaltung berichtete er, wie ihn diese Zeit damals geprägt habe und dass es letztendlich Sumitres Verdienst ist, dass er für dieses Thema Feuer gefangen hat. Er ist ein sehr ehrgeiziger Mann, der sich akribisch für HIV kranke Menschen einsetzt. Seine stetigen Forschungen und die Behandlung dieser Menschen beweisen eindrücklich, dass HIV keinesfalls das Leben einschränken oder verkürzen muss. Mit seiner Arbeit leistet er einen großartigen Beitrag in der Gesellschaft.
Es war sehr interessant, Teil dieser Veranstaltung sein zu dürfen, die beeindruckenden Berichte zu hören und solch großartige Menschen kennen zu lernen.
Anschließend gab es ein Buffet, das einem Hochzeitsmahl glich. Somit war der Tag auch kulinarisch eine feine Abwechslung.

Frauenabteil außerhalb der Rush Hour
Nun aber folgen die letzten drei Tage meines Aufenthaltes. Ich kann es kaum glauben, dass ich in vier Tagen schon wieder deutschen Boden unter den Füßen habe.
Bis dahin genieße ich allerdings Land und Leute noch in vollen Zügen (im warsten Sinne des Wortes).
Rebekka
Das erste Seminar diente somit der Orientierung. Wo steht jeder? Welche Themen sind für die Arbeit im Projekt Ankur relevant? Welche Begrifflichkeiten sollten vereinheitlicht und geklärt werden?
Mit Bewegungsliedern konnte Raju (Foto) die Runde schnell auflockern. Anschließend sollten sich die Mütter in Zweiergruppen über ihre Erfahrungen und Kinder austauschen. Jede Mutter gab anschließend ein positives Statement über das Kind des Gegenübers ab. Strahlende Gesichter folgten. Ich hatte die Ehre eine kleine Ermutigungsrede zu halten. Anhand der Lebensgeschichte einer Freundin erklärte ich den Müttern den Wert ihres Kindes und die Liebe, die Gott für sie hat. Die Geschichte war für alle sehr bewegend und traf genau ihre Situation.




“Als Jugendgruppe wollten wir schon lange ein soziales Projekt starten, doch

Ermutigungen erleben wir vor allem viel Freude. Sowohl bei uns als auch bei den Kindern. Denn sie sind diejenigen, die manchmal als einzige die Hoffnung noch nicht aufgegeben haben. Die Schmerzen, Verletzungen und Umstände, denen sie täglich ausgesetzt sind, scheinen ihre innere Freude noch nicht untergraben zu haben. Das Lächeln, das sie schenken erfreut und belehrt mich zugleich. Was ist schon mein verstauchter Fuß gegen diese Lebenssituationen. Wenn diese Kinder so eine Kraft entwickeln können und dabei noch so eine Freude ausstrahlen, wie viel mehr Kraft und Freude sollte dann ich in meinen kleinen Alltagsproblemen haben?